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Continuum - The Hypothesis

Review von Dudemeister vom 10.05.2015 (1610 mal gelesen)
Continuum - The Hypothesis CONTINUUM kommen mit ihrem Debütalbum um die Ecke und präsentieren euch auf "The Hypothesis" Technical Death Metal der gnideligsten Sorte. Obwohl die Songs im Schnitt eine angenehme Länge von etwa drei Minuten haben, kann das Hören dieses Albums schnell ins Unangenehme ausarten. Nicht weil die Musik schlecht wäre, sondern viel mehr, weil sich dieses Album nach Krieg anhört. Da bekriegen sich die Vocals mit den Gitarren, während die Drums nichts als Hektik und Stress mit in die Songs einfließen lassen. Permanente Wechsel der Taktart und der Schlagzeugbegleitung in teilweise abnorm schnellen Tempi sorgen dafür, dass der Hörer unter Umständen die Orientierung verliert. Schnellste Gitarrenläufe und dämonische Growls machen das Wahrnehmen von eingängigen Riffs nahezu unmöglich, so dass man nach erstmaligem Hören zunächst mal überlegen muss, was da eigentlich genau passiert ist. Das "RINGS OF SATURN-Phänomen" wenn man so will, denn an deren letzte Platte erinnert "The Hypothesis" zumindest in den Ansätzen. Klar erkennbare Strukturen sind in jedem Fall etwas anderes als das, was man hier geliefert bekommt. Und ob überhaupt irgendwelche Strukturen vorhanden sind, die vielleicht einfach nur schwer zu begreifen sind, muss wahrscheinlich jeder für sich selbst herausfinden. Auf leichte Kost scheinen die Jungs aus Kalifornien zumindest keinen Bock zu haben, da sämtliche Songs eher an ein rohes, unverdauliches Steak erinnern, das allerdings liebevoll und mit viel Aufwand mariniert wurde. Als Hörer sollte man sich darum Zeit einplanen, den ganzen Krams dann doch noch mal auf den metaphorischen Grill zu kloppen und garen zu lassen, denn einfach mal eben an den Tisch setzen und genießen könnte zu Magenverstimmungen führen. Da Ausnahmen die Regeln oft bestätigen, sei diese hier nun auch kurz erwähnt. 'Steppes To Ascension' ist nicht nur eingängig, sondern auch leicht zu verstehen und zu genießen, da er im wesentlichen nur aus zwei Riffs besteht, aber trotzdem mit einer Dauer von knapp neun Minuten als letzter Song der Platte hervorsticht. Warum ausgerechnet der einzige Song, der nicht nach heillosem Durcheinander klingt den Schluss bildet und durch seine Länge dominiert, bleibt ein Rätsel. Ob das nun Innovation, Stilbruch oder Schwachsinn ist, sollte jeder für sich selbst wissen.

Anstrengender Kram, aber trotzdem ein nettes Stück Death Metal, das hier aus den USA zu uns kommt. Fans von THE FACELESS, RINGS OF SATURN und FALLUJAH werden sicher etwas mit "The Hypothesis" anfangen können und auch Freude an dieser Platte haben. Gerade für ein Debütalbum ist das was man hört schon ziemlich beeindruckend, in weiten Teilen aber noch nicht gänzlich ausgereift. Ein wenig mehr Struktur und Eingängigkeit hätten den Songs wahrscheinlich gut getan, aber dann müsste man ja auch nicht mehr selber zur Grillzange greifen. Und welcher wahre Metalhead steht nicht am liebsten selbst am Rost?

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Hypothesis; A Profound Discovery
02. The Epiphany
03. Hypothesis; Evolution
04. Absolute Zero
05. The Awakened Creator
06. Wasps In The History Of The Weak
07. Perspective
08. Where The Worlds Were Left
09. A Surreal Descent
10. Steppes To Ascension
Band Website: www.facebook.com/continuumDM
Medium: CD
Spieldauer: 30:05 Minuten
VÖ: 21.04.2015

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10.05.2015 The Hypothesis (7.5/10) von Dudemeister

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