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Apocalyptica - Shadowmaker

Review von des vom 28.04.2015 (1895 mal gelesen)
Apocalyptica - Shadowmaker Seit ihrem ersten Auftreten im Jahr 1993 haben APOCALYPTICA schon eine gehörige Weiterentwicklung in mehreren Stufen vollzogen. Ich vermute, dass es den Bandmitgliedern ursprünglich nur um den Spaß ging und es nicht abzusehen war, dass ihr erstes Album, das größtenteils nur METALLICA- und SEPULTURA-Covers im Cellogewand enthielt, dermaßen einschlagen würde. Damals ging das auch noch alles ohne Schlagzeug vonstatten - das aber bereits wenig später zum sporadischen und in weiterer Folge zum fixen Bestandteil wurde (unter eifriger Mitarbeit von Dave Lombardo, der immer wieder einige Songs für APOCALYPTICA eintrommelte). Auch die Gesangsbeiträge unterschiedlicher und stets hochkarätiger Gastkünstler wurde im Laufe der Jahre zum Fixpunkt. Mein Lieblingsalbum der Band bleibt dabei "Reflections" in der "Revised"-Version mit der Nina Hagen-Interpretation der RAMMSTEIN-Ballade 'Seemann".

Vielleicht ist die jüngste Reinkarnation von APOCALYPTICA eine natürliche Weiterentwicklung: die Finnen präsentieren sich auf ihrem neuen Album mit einem fixen Sänger. Franky Perez macht seinen Job exzellent, dennoch muss ich ehrlich sagen, dass ich das Ergebnis im ersten Moment zwiespältig aufgenommen habe: bei knackigen Songs wie 'Cold Blood' geht das typische APOCALYPTICA-Flair verloren - auch wenn 'Cold Blood' eine starke pop-rockige Nummer ist, so treten doch die Celli in den Hintergund. Doch es geht nicht alles in die neue Richtung: der siebeneinhalb-Minuten-Song 'Shadowmaker' zeigt APOCALYPTICA von ihrer besten und vielfältigsten Seite und Franky Perez legt jede Menge Emotion in diese kraftvolle und sehr heavy Nummer.

Auch bei einer düster-traurigen Nummer zwischen Halbballade und fettem Rocker 'Slow Burn' funktioniert die Kombination Celli-Perez sehr gut. Ok, den Popfaktor nehmen wir einmal wohlwollend zur Kenntnis. Da ist auch die Ballade 'Hole In My Soul' ähnlich gelagert, die knapp am Kitschalarm vorbeischrammt und das Herz wärmt. Doch wirklich den Kauf wert machen es die Instrumentalnummern 'Reign Of Fear' und 'Riot Light', das zwar zunächst mit seinen Samples aufhören lässt, sich aber schlussendlich grandios ausnimmt. Ich könnte der Instrumentalfraktion stundenlang zuhören! Doch auch gesanglich gibt es Highlights. Neben den bereits erwähnten Nummern ist der Prachtballade 'Sea Song' ganz großes Kino, bei dem der feine MATCHBOX 20-artige Gesang als Kontrast auf fette Cello-Riffs trifft. Und mit 'Dead Man's Eyes' setzen APOCALYPTICA noch einen zehnminütigen schwermütigen Schlusspunkt, der stark auf Atmosphäre setzt.

APOCALYPTICA 2015 überzeugen noch immer instrumental, auch wenn sich der Schwerpunkt leider deutlich in Richtung Gesang und "normale Band" verschoben hat - und mit diesem Gesang wurden die Finnen auch radiotauglicher, was Einbußen in Richtung Alleinstellung bedeutet, aber der Band hoffentlich ein paar neue Fans bescheren wird. Alles in allem ist "Shadowmaker" aber eine tolle Platte mit vielen Ohrwürmern und komponieren können Eicca Toppinen und Co definitiv noch immer.


Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. I-III-V Seed Of Chaos
02. Cold Blood
03. Shadowmaker
04. Slow Burn
05. Reign Of Fear
06. Hole In My Soul
07. House Of Chains
08. Riot Lights
09. Come Back Down
10. Sea Song (You Waded Out)
11. Till Death Do Us Part
12. Dead Man's Eyes
Band Website: www.apocalyptica.com
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 17.04.2015

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Echt schade mit dem Gesang. Konnte Apocalyptica damals auf dem RockArea-Festival genießen und es war beeindruckend. Mit Gesang ist es einfach nur Hardrock mit komischem Gitarrensound ;-). Einzige Ausnahme: das famose "Path" mit Sandra Nasic am Mikro. Gänsehaut pur!
7/10   (28.04.2015 von Opa Steve)

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