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Inhumate - Life

Review von Opa Steve vom 20.03.2005 (2948 mal gelesen)
Inhumate - Life Eine recht merkwürdige Kapelle aus Frankreich beehrt uns mit einem Konzept, welches sicherlich nicht gerade häufig anzutreffen ist: ein Zyklus aus 7 CDs beschreibt den Verlauf des Lebens. Während die Vorgängeralben bereits die Befruchtung, die Geburt und die Kindheit begrunzten, liegt nun der mittlere Part des Zyklus vor, nämlich "Life".

Der erste Blick auf die zahlreichen Extras auf dem Datentrack dieser gut ausgestatteten CD lässt in mir die Frage aufkommen, ob INHUMATE noch die nächsten 3 Alben durchhalten, oder sich vorher per Dachschaden völlig ausklinken. 3 Live-Videos beginnen damit, dass sich Mikro-Madman Christophe Knecht mit Vorliebe sein Mike gegen die Rübe donnert und auch sonst nicht gerade zimperlich zu sich selbst und seiner Umwelt ist. So verwundert es nicht, dass einem überall auf dieser CD ein arg geschundenes SM58 immer wieder zu Gesicht kommt und offenbar schon so eine Art unfreiwilliges Band-Maskottchen geworden ist.

Ansonsten sind die Live-Mitschnitte eher dürftig, da man ohnehin nur Becken und Geröchel hört. Also weiter zum Audio-Track.

Der Wahnsinn hat Programm. Derbstes Grind-Geröchel mit Psychopathen-Anleihen rattert durch die 16 Songs, von denen keiner die 3-Minuten-Marke erreicht. Neben genreüblichem Gegrunze und Geröchel bietet Christophe noch ein paar arg debile Geräusche sonstiger Art, während die Instrumentalfraktion wie wüst auf ihrem Material rotiert. Mir fällt es sehr schwer, irgendwelche Höhepunkte auszumachen, da es jedes Stück für sich zur Aufgabe gemacht hat, möglichst fiesen Lärm zu erzeugen. Riffs wechseln sich ständig ab, dissonante Breaks werden durch Blastbeats zerhackt, und das gar nicht mal so originell. Das 7-sekündige 'I want to kill some...' wäre witzig, wenn das nicht schon S.O.D. vor Jahren gemacht hätten. Das sonstige Geprügel ist zwar nett und ordentlich gespielt, aber hat leider den Einfallsreichtum des europäischen Underground-Punks der 80er. Die Riffs klingen wie per Zufallsgenerator planlos aneinandergereiht und kommen selten über die 4-Akkorde-Grenze hinaus. Diese Primitivheit hat zwar durchaus ihre reizvollen Momente (z.B. bei dem wahnwitzigen 'Sons Of Earth'), aber kann auf Dauer einfach nicht ausreichend unterhalten. Seltene Groove-Walzen wie das geile 'The Scorpion' bilden den Höhepunkt dieser ansonsten recht eintönigen Scheibe. Nach 10 Jahren Bandbestehens hätte ich doch etwas mehr songwriterische Fähigkeiten erwartet.

Ein Album, welches den hartgesottenen Grinder mit durchschlagendem Sound (abgesehen vom völlig durchgeknallten Live-Mitschnitt der Videos und des Audio-Schlusstitels 'Life?') sicherlich zufriedenstellt, aber als Krachkulisse austauschbar ist. Wollen wir hoffen, dass sie ihren Lebenszyklus mit den noch folgenden 3 CDs mit dem Alter entsprechender Reife ausstatten, oder das Konzept vielleicht durch ein vorgezogenes "Suizid-Album" abkürzen und sich für die Zukunft nochmal neu erfinden.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
No Answer
A Trip
Blasted
Destiny?
Labyrinth
I Want To Kill Some ...
Sickness Is The Law
Sons Of Earth
The Fight
For Lust
N.D.S.
The Scorpion
Thank you
Rage
One Day
Life?
blasted.mpg (Video)
labyrin.mpg (Video)
satyria.mpg (Video)
Band Website: www.inhumate.com
Medium: CD
Spieldauer: 41:28 Minuten
VÖ: 01.03.2004

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