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Axolotl - Voices Of Luna

Review von EpicEric vom 09.04.2015 (1989 mal gelesen)
Axolotl - Voices Of Luna Was treiben eigentlich AXOLOTL momentan so? Ist der Erstling "Teutonic Invaders" nicht mittlerweile ein paar Tage alt? Ist der Markt nicht weiterhin sträflich untersättigt an anständigem Death Metal? Fürwahr, und siehe da, pünktlich zum achten Bandgeburtstag und genau zwei Jahre nach dem Debütwerk legen die Gelsenkirchener "Voices Of Luna" vor. Legen? Nein, knallen, und zwar vor den Latz! Schon das Vorgängerwerk wurde zu Recht mit Lob bedacht (siehe Link oben rechts) und meiner Einschätzung nach liegt hier noch eine deutliche Steigerung vor.

"Voices Of Luna" trumpft vor allem durch Reife. Und tatsächlich ist es gleichzeitig abwechslungsreicher und versierter in den genretechnischen Facetten, die das Klangbild prägen. Mehr Shreds, mehr Doublebass und mehr Abwechslung in den Vocals, dabei verstärktes Schielen zum klassischen Death Metal, ohne sich vom Black- oder Göteborgmetal zu entfernen.

'Warriors Of A 1000 Fires' ist eine angegroovte Fetzorgie irgendwo zwischen Floridadeath und EMPEROR, 'Passion Possession' schielt nur leicht in angemelodicten Death, büßt aber dadurch nicht an Härte ein, so auch 'Wielder Of Tranquility'.

Ich würde gerne hervorheben, dass der Gesang emotionaler und näher am Puls der einzelnen Songs agiert, aber das würde understaten, wie roh und pissig hier weiterhin alles klingt. Das kann natürlich auch der generellen Entwicklung der Songs geschuldet sein, die unterm Strich kälter und schwärzer daher kommen, selbst solche Vertreter, die sich musikalisch durch weniger blackmetallischen Sound hervortun. Man höre sich nur den Umschwenk in der zweiten Hälfte von 'The Essence Of Freedom' an.

Das Kokettieren mit angeschwärzten Kompositionen bringt auch die stärksten Songs des Albums hervor, 'Voices Of Luna' und 'Prosekturian Dawn' gehen darin richtig auf. Allgemein geht hier vieles epischer zu als zuvor und wenn das auf dissonante DISSECTION-Riffs stößt, ist halt der Moment erreicht, an dem man sich eingestehen muss, dass die überzeugendsten Knüppelwerke nicht mehr aus Skandinavien kommen, sondern aus dem Ruhrpott!

Großartig komponierte Songs, jedes Instrument mit ausreichend Luft zum Atmen bedacht, ausgewachsenes Geholze nie überladen, ebenso wie Breaks und Tempowechsel. Ein intelligentes, hochdurchdachtes und doch erdiges Stück perfekt produzierten Geknüppels mit allen Trademarks, die ein herausragendes Album dieses Härtegrades ausmacht.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. In A Prosekturian Mind (Intro)
02. Warriors Of A1000 Fires
03. Passion Possession
04. The Essence Of Freedom
05. Voices Of Luna
06. The Day When The Sun Decided To Wake Up Too Early
07. Wielder Of Tranquility
08. Prosekturian Dawn
09. ...To Her Golden Throne
10. The Rise Of The Waterdemon
Band Website: www.facebook.com/axolotlofficial?sk=info
Medium: CD
Spieldauer: 49 Minuten
VÖ: 28.02.2015

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01.04.2014 Teutonic Invaders(9.0/10) von EpicEric

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