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Tanzwut - Freitag der 13.

Review von BlindWarlock vom 16.03.2015 (3315 mal gelesen)
Tanzwut - Freitag der 13. Als bereits 1997 aus Mitgliedern der Band CORVUS CORAX gegründete Mittelalter-Folkband ist TANZWUT eine der älteren und ältesten Bands der Folk-Szene und hat bereits einiges an Entwicklung durchgemacht. Einflüsse von Industrial und NDH in Verbindung mit ihren mittelalterlichen Instrumenten haben immer wieder zu Abwechslung verholfen und die Musik so nie eintönig werden lassen. "Freitag der 13." ist das 9. Studioalbum der 7 Musiker und erschien, passend zum Namen, am Freitag, den 13. Februar 2015.

Das Album haut deutlich mehr auf die Ohren als sein zeitlicher Vorgänger "Eselsmesse" (eines von 2 Akustikprojekten) und ist in der Bandgeschichte das bisher härteste bzw. lauteste Werk. Wenn man auch das schrille Dröhnen der Sackpfeifen stets als dominante Führung am Trommelfell kratzen hört, so finden diese jedoch kräftige Verstärkung in trommelnder Percussion und elektrischen Saiteninstrumenten, was wohl jeden Freund des klassischen Metal freuen wird, der seinen Horizont erweitern möchte.

Mit 'Brot und Spiele' bietet die Scheibe einen guten Auftakt zu einem vielversprechenden Klangerlebnis, das jedoch keinen wirklichen Höhepunkt findet. Die Laune der Lieder stagniert etwas, schwankt am ehesten noch um einen Leitfaden, jedoch ohne wirklich irgendwann einen Kracher zu liefern. Auch der Titeltrack 'Freitag der 13.' ist eher so Mittelmaß und und wenn überhaupt wird die Stimmung durch düstere Balladen wie 'Die Zeit heilt alle Wunden' etwas gedrückt. Passt jedoch auch zu den angesprochenen Themen, da rein textlich doch einiges an Sozialkritik gefunden werden kann (wie beispielsweise 'Der Zeitdieb' recht deutlich zeigt) - jedoch in den meisten Fällen in einem so grotesken Gewandt, dass man die Verwandtschaft zur Realität kaum erkennen kann. Das kann nun positiv und negativ sein.

Will man viel nachdenken oder die Musik der Musik wegen als Kunstwerk betrachten so wird man nicht unbedingt glücklich werden. Dennoch ist die Musik mehr als tanzbar. Wo sie als Sinneinheit wenig zusammen passt so macht sie als Partymusik doch gut etwas her. Man kann sich gut wippende Haare, sich windende, düster gekleidete Gestalten und mit Fellen geschmückte, Barbaren, die im Takt den Met aus dem Horn schwappen lassen gleichermaßen und sehr bildhaft zu "Freitag der 13." vorstellen. Nicht zuletzt durch die Mitarbeit von MONO INC.-Sänger Martin Engler und SUBWAY TO SALLY-Frontmann Eric Fish, deren Mitarbeit man wenigstens auf der Deluxe-Edition hören darf. Das steigert einerseits zwar die Partytauglichkeit der Scheibe, andererseits verstärkt es das Gefühl, dass ein wenig des persönlichen Touchs fehlt. In Verbindung mit SCHELMISH, RABENSCHREY, SALTATIO MORTIS und IN EXTREMO beispielsweise wird man schon ab einem geringen Pegel kaum Unterschiede hören und wenn überhaupt, dann am Sänger.

Alles in Allem super Musik zum Mixen, jedoch eher ein Lückenfüller und nichts, worauf man wirklich dauerhaft Lust haben wird um es auf und ab zu hören. Ein bisschen also der Jack Daniels des Mittelalter-Metals. Aber auch hier soll's ja bekanntermaßen verschiedene Geschmäcker geben!


Gesamtwertung: 6.7 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Brot und Spiele
02. Brüder im Geiste
03. Freitag der 13.
04. Spielzeugland
05. Die Zeit heilt alle Wunden
06. Ohne Sünde
07. Der Zeitdieb
08. Niemals mehr
09. Des Teufels Braut
10. Vorbei ist vorbei
11. Spiegelkabinett
12. Bis der Morgen graut
13. Wenn wir untergehen
Band Website: www.tanzwut.com
Medium: CD
Spieldauer: 49:21 Minuten
VÖ: 13.02.2015

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