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Simus - Vox Vult

Review von Opa Steve vom 06.02.2015 (2704 mal gelesen)
Simus - Vox Vult SIMUS sind mal wieder eine dieser Bands, die den Hörer und den Rezensenten gerne an der Nase herumführen und jede Stilbeschreibung ad absurdum führen möchten. Das hat natürlich Potenzial, dass man sich von kreativen Fesseln befreit und seinen persönlichen Stil entwickelt, aber die Reviews für solche Scheiben geraten doch schnell in ein langweiliges Song-by-Song-Special, um allen Facetten gerecht zu werden. Ich werde es trotzdem mal versuchen.

Weltmusik, grooviger TOOL-Prog, "Metalcore auf episch" - das sind die Zutaten, die mir spontan als große Oberbegriffe zu "Vox Cult" einfallen. Spätestens jetzt sehe ich das große "Hä?" über den Köpfen der verehrten Leser schweben. Aber gehen wir ins Detail. Der interessante Kehlkopfgesang des Intros führt jedenfalls gehörig in die Irre, so was gibt's auf dem ganzen Album nicht mehr. Allerdings ist das Faible, immer wieder auf akustische Sounds wie echte Drums und Percussion oder unplugged Instrumente zurückzugreifen, sehr ausgeprägt und wir werden solchen Momenten immer wieder begegnen. An der ansonsten vorherrschenden Stromgitarrenfront gibt es natürlich runtergestimmte Klampfen und einen ebenfalls recht aufgeräumten Sound im Instrumentenmix. Dafür wird der Gesang gern komplexer gestaltet. Zwei Stimmen und Halleffekte findet man mehr als einmal, und so stehen die Vocals etwas geheimnisvoll hinter der Metal-Wand. Der saubere Mix ist bei dem Stil auch wichtig, denn sonst könnte man die ganzen groovigen Elemente nicht richtig aufbauen, wenn sie z. B. in 'Deus Vult' wirklich oft an TOOL erinnern. Bis auf 'Mantis' findet man in der Tat wenige Titel, die die Beschreibung "typischer Headbanger" verdient hätten. Alle Songs versuchen irgendwie aus dem Metalschema auszubrechen. Das gelingt nicht immer. Zu poppig ist die Ausrichtung von 'Bitter Taste', und in 'Planet Caiak' werden sie Opfer ihrer eigenen Ansprüche, wenn sich Verspieltheit und Stupidität einfach aneinanderreihen. Auch der mehrstimmige Gesang ist nicht immer so auf den Punkt arrangiert, wie es die Instrumente sind. Daran kann man auf jeden Fall noch arbeiten. Aber dafür gibt es auch sehr gelungene Titel auf der Scheibe wie z. B. 'The Soulmaker', dessen Atmosphäre den Hörer im Gegensatz zum Rest der meisten harten Titel sofort anspringt und eine songdienliche Komplexität hat. Erinnerungen an LACUNA COIL werden ganz entfernt wach, was das moderne Element darin betrifft. Aber neben diesem Song-Volltreffer gibt es auch in den schwächeren Titeln richtige Sternstunden, kurioserweise immer dann, wenn sie unplugged vorgehen. Es lohnt sich allein wegen dem geilen Bass/Drum-Part, das vor allem gesanglich eher schwache 'Fakir' durchzuhalten, denn diese perkussiven Stellen sprühen vor Spielfreude und Finesse. Auch in 'Requiem For My Moon' findet man solche akustischen Sternstunden. Da auch der Rausschmeißer 'The Golden Pendulum Of Babylon' nochmal auf neun recht sauberen Minuten alles vereinigt, was die Band insgesamt ausmacht (Anspieltipp!), reicht es für eine knappe gute Bewertung.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Giano
02. Vox Vult
03. Planet Caiak
04. Mantis
05. Who Am I
06. The Soulmaker
07. Bitter Taste
08. Fakir
09. Deus Vult
10. Requiem For My Moon
11. The Golden Pendulum Of Babylon
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 59:01 Minuten
VÖ: 19.01.2015

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06.02.2015 Vox Vult(7.0/10) von Opa Steve

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