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Hot Mama - Let It Die

Review von Opa Steve vom 05.01.2015 (1523 mal gelesen)
Hot Mama - Let It Die Kennt ihr das Gefühl, wenn sich etwas unfertig anfühlt? Die heiße Mama wirft nach ihrem Debütalbum diese EP als Appetizer auf den Markt, bevor das Nachfolgealbum kommen soll. Hätte man einfach die drei Songs und das Gitarrenintermezzo draufgemacht hätte man sich denken können: Joa, ist halt so eine typische EP. Da aber zwei der Songs einfach nochmal als Instrumentalversionen enthalten sind, kommt dieses komische Gefühl des künstlichen Streckens auf und man ertappt sich beim Widerwillen, eine CD aufzulegen, die sich am Schluss einfach wiederholt. Obwohl eigentlich ja mehr drauf ist. Aber ein Mehr, was sich irgendwie nicht lohnt. Konsumentenpsychologie ist schon komisch.

Aber zur Musik an sich. HOT MAMA haben eine etwas kuriose Mischung am Start, die sich auf der einen Seite aus einem feinen Gefühl für fetten Alternative Metal und kontastierende Instrumental-Arrangements zusammensetzt. Da braten die fetten Gitarren zu melodischen Gesangslinien, und es dürfen für die Dynamik auch mal cleane Strings zu Congas aufspielen. Auf der anderen Seite bretzeln die vier aber auch immer wieder stumpfsinnige Core-Grooves rein. Und immer frage ich mich: warum? Mich beschleicht das Gefühl, dass das Songwriting in dieser Band ein Beispiel davon ist, wie Demokratie nicht angewandt werden sollte. So wirkt es aber, als dürfte jedes Bandmitglied etwas in den großen Topf werfen - ob es passt oder nicht. Der Kontrast vom balladesk angetäuschten Opener zu den folgenden Gitarrenausbrüchen ist ja noch ganz nett. Aber muss es so abgehackt und melodiefrei sein? Fronterin Sonya hat eine tolle Stimme und vor allem den Anspruch, wirklich zu singen (auch wenn sie auch toll brüllen kann). Aber es wirkt unheimlich verkrampft, wenn sie auf mehr oder weniger gestammelten und fast harmoniefreien Riffs - wie die meiste Zeit in 'Unhollywood' - versucht, irgendwelche Melodien dazu zu entwickeln. Dazu kommt noch der zwanghafte Prog-Gedanke, dass man auch gern mal eine Gesangsspur mehr einsetzt, und die versalzene Suppe ist perfekt. Nur, dass wir uns richtig verstehen: Ihre Melodielinien sind super und sollten unbedingt bleiben. Aber bitte, bitte bringt das Core-Geschrammel aus euren Songs! Die Breitwand-Refrains wie von 'Let It Die', die angebluesten Unplugged-Strophen und die hymnisch-gothic-mäßigen Kaskaden in 'Alive' geben so viel her, da habt ihr doch kein 3-Töne-Uff-Uff im runtergestimmten Dropped-C oder so nötig. Oder?

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Let It Die
02. Alive
03. Unhollywood
04. One Goes To Danzig
05. Let It Die (Instrum.)
06. Alive (Instrum.)
Band Website: www.hotmama-band.de
Medium: CD
Spieldauer: 23:52 Minuten
VÖ: 12.12.2014

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