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Isole - The Calm Hunter

Review von EpicEric vom 10.12.2014 (1266 mal gelesen)
Isole - The Calm Hunter Die Band FORLORN hat in ihren 13 Jahren nicht ein Album rausgebracht. Dann benannte sie sich um in ISOLE und seit 2004 ist "The Calm Hunter" nun schon der sechste Longplayer. Epic Doom Metal hat sich der Vierer aus Gävle, Schweden, auf die Fahne geschrieben und schaffen das offenbar mal mehr, mal weniger gut, da die einzelnen Alben bei den Archives zwischen schlappen 60 und satten 100% schweben.
Für mich jedenfalls war die Band bis vor dem aktuellen Langeisen Neuland, und weil Epic Doom nicht nur eine musikalische Einordnung, sondern ein automatischer Vertrauensvorschuss seitens des Musikkenners ist, war ich gespannt.

Der Titeltrack beginnt befremdlich. Upbeats und dominantes Keyboard sind nicht, was man erwartet, aber Dranbleiben lohnt sich. Auch wenn derlei Ausbrüche und auch solche in schwarzmetallische Gefilde keine Seltenheit auf "The Calm Hunter" sind, darf doch von einem amtlichen Brocken des eben Versprochenen geredet werden. Die Vocals sind ebenso stilvernarrt wie auch hehres Qualitätsmerkmal, die die Schwere und den sakralen Tenor des Albums hervorragend tragen. 'Dead To Me (The Destroyer Part I)' entfacht in der zweiten Hälfte schon genug Pathos, um den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden, aber richtig Fahrt aufnehmen (figurative Bedeutung gegensätzlich zur buchstäblichen) tut das Album zunehmend im späteren Verlauf. 'Into Oblivion' geizt dennoch nicht mit mitreißenden Passagen schleppender gelayerter Vocals, die sich als eines der vielen Highlights der Platte zeigen. 'Perdition' hält mit seinen Glanzstellen weniger lange hinter'm Berg und herrscht mit seinem erhabenen Chorus schon früh das Lied hoch auf's Siegertreppchen. Hier sind die angeschwärzten Elemente auch am dominantesten und bringen dem Titel einiges an Abwechslung, wenn man mit dem plötzlich stellenweise gutturalen Gesang klar kommt. Always end on a high note - zu Herzen genommen, verinnerlicht und 'My Regret (The Destroyer Part II)' ans Ende von "The Calm Hunter" gestellt. Obwohl - oder gerade weil - der Song stark ins Atmosphärische abdriftet, ist der martialisch-melancholische Ausklang ein göttliches Stück Musik. Zunächst ruhige Akkorde auf vakanten Drums, ehe nach der Hälfte nahezu unbemerkt der schleichende Umschwung geschieht, ohne mit der Atmosphäre zu brechen. Der Finalpart ist schlicht erhaben.

Für eine minimale Horizontdehnung gibt es hier ein wirklich gelungenes Doom Metal Album, das aus dem derzeit florierenden Genre hervorsticht, weil es sich nicht immer in repetetiver Monotonie verrennt, sondern den Hörer mit Abwechslung bei der Stange hält. Das Ganze sonst aber vollkommen im Zeichen erdrückender Schwerfälligkeit und ungebrochener Doom-Gnosis.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. The Calm Hunter
02. Dead To Me (The Destroyer Part I)
03. Into Oblivion
04. The Eye Of Light
05. Perdition
06. Alone In Silence
07. My Regret (The Destroyer Part II)
Band Website: www.forevermore.se
Medium: CD
Spieldauer: 52 Minuten
VÖ: 28.11.2014

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