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Kaliira - Rising Void Doctrine

Review von EpicEric vom 18.11.2014 (2991 mal gelesen)
Kaliira - Rising Void Doctrine Die immer schwelende Stahlschmiede Ruhrpott zeigt auch 30 Jahre nach "Endless Pain" und "In The Sign Of Evil" noch keine Anzeichen baldigen Abkühlens und noch immer springen mit schöner Regelmäßigkeit Bands jedweder Couleur aus der Esse. Death Metal ist dabei mehr Ausnahme als Regel, aber auch hier bekommt man immer wieder vielversprechende Acts zu hören. KALIIRA sind einer davon. Der Vierer zeigte sich schon vergangenes Jahr für ein Promo verantwortlich, mit der professionell eingeprügelten EP "Rising Void Doctrine" geht es jetzt ans Eingemachte. Von Grind über Floridagehäcksel hin zu walzenden BOLT THROWER-Metzgerhymnen steckt in diesen 21 Minuten alles, was auf einem IN FLAMES-Konzert nicht gut ankommt.

Die Sause startet mit 'Pray! Kill! Burn!' und mit so einer Visitenkarte sollte man sich eigentlich nirgendwo mehr vorstellen müssen. Ultratiefe Grind-Grooves über einem Inferno teilweise zweistimmiger Growls nur knapp südlich des metaphorischen Polarkreises des Durchfallgrunzens - Grindgewitter wie aus dem Lehrbuch. Bei 'Divine Intervention' geht es strukturierter zur Sache. Der Sound des Vorgängers wird stilistisch beibehalten, es lässt sich aber eine kompositorische Neigung in Richtung schwedischer Schule erahnen, so stützt sich die fünfeinhalb-minütige Walze auf schemenhaft durch das Getümmel führende Leads, verweigert sich aber stur dem Eindruck, einer Melodieführung nachzugeben. 'Swamp Of Mind' schielt über den Teich und wird dominiert durch schleppende Grooves, wohingegen 'Head Wall Freedom' die Rhythmusfraktion überstrapaziert und mit knackigen Übershreds- und Doublebassattacken nur so um sich wirft.

Das Beste kommt natürlich immer zum Schluss und somit ist der Höhepunkt auf "Rising Void Doctrine" auch der stoisch-hämmernde BOLT THROWER-Kniefall 'Dreadnough'. Eine Riffsäge ohnegleichen und im unnachgiebigen Midtempo durch die Boxen rollend, handelt es sich hier um den einzigen Song, der pur die traditionelle Death Metal-Schiene durchfährt und unterwegs selbstverständlich keine Gefangenen nimmt.

Wer gerne Betonklötze vor die Stirn geknallt kriegt, zugreifen. Death Metal.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
1. Pray! Kill! Burn!
2. Divine Intervention
3. Swamp Of Mind
4. Head Wall Freedom
5. Dreadnought
Band Website: www.facebook.com/kaliira
Medium: CD
Spieldauer: 21 Minuten
VÖ: 30.09.2014

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