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Reaper - An Atheist Monument

Review von Wulfgar vom 14.09.2014 (1808 mal gelesen)
Reaper - An Atheist Monument Da es wahrscheinlich eh nur die wenigsten wissen, REAPER ist eine deutsche Heavy Metal Band aus Kassel, deren Mitglieder bereits 1984 damit anfingen ihre Musik zu machen. Seit diesem altehrwürdigen Datum bringen die Hessen immer mal wieder Alben heraus, auch wenn gerne mal ein knappes Jahrzehnt zwischen den diversen Outputs liegt. Ob man da noch von einer durchgehenden Aktivität sprechen kann, sei mal dahin gestellt. Jedenfalls sind REAPER jetzt mit ihrer neuesten Langrille "An Atheist Monument" am Start.

Von Anfang an gefällt mir der - vom heutigen Standpunkt aus gesehen - fast schon minimalistische Ansatz der Band. Zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug, fertig. Wie früher eben. Sänger Daniel Zimmermann hört sich an wie Chris Boltendahl mit Halskatarrh, passt aber zu der etwas ungeschliffen wirkenden Restmucke ziemlich gut. Hier ist eben nicht alles auf Kommerz gebügelt und daran muss man sich erst mal wieder gewöhnen. Doch genug der Präliminarien, reden wir mal von den Songs. Da tut sich dann doch die eine oder andere Schwäche auf. Denn Songs wie 'Realms Of Chaos' und 'Of Sheep and Sheperds' eröffnen das Album zwar furios, aber danach können REAPER den Groove nicht so recht halten. Die Songs wirken weniger mitreißend und auch die vormals fantastische Gitarrenarbeit packt mich nicht mehr so direkt wie in den ersten Songs. Mag auch sein, dass es daran liegt, dass die vier Hessen im Mittelteil des Albums merklich auf die Bremsklötze trampeln und sich die Mucke gerade noch im unteren Midtempo Bereich bewegt. Ausnahmen wie das sehr variable '1943' und 'Ship Of Fools' bestätigen diese Regel. Die bereits erwähnte Gitarrenarbeit wirkt auch deswegen eher ungewöhnlich, weil sie ab und an in Shredder-Riffs verfallen, die man sonst eher aus dem Black Metal gewöhnt ist. In jedem Fall kann man der Band mangelnde Variabilität nicht vorwerfen. So hat man die ganze Zeit den Eindruck, dass die Band eigentlich viel geilere Songs machen könnte, es aber aus irgendeinem Grund vorzieht, gegen den Strom zu schwimmen. Sicherlich eine bewundernswerte Einstellung, aber dadurch wird's eben unnötig sperrig.

Alles in Allem haben wir hier also ein sehr variantenreiches Album, das aber den gemeinen Hörer mit seinen Erwartungen nicht immer abholt. Ob das nun ein gewollter Nebeneffekt ist oder nicht bleibt Gegenstand der Spekulation. Ich empfinde das Zuhören deshalb als unnötig anstrengend und es trübt die diversen positiven Eindrücke von "An Atheist Monument" leider ein wenig. Ich denke aber mal, dass sich der Sachverhalt ganz anders darstellt, wenn man einem Live-Gig der Metal-Dinos beiwohnt. In diesem Sinne, prost, euer Wulfgar.


Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Hetoimasia
02. Realms Of Chaos
03. Of Sheep And Shepherds
04. Horse Brigade
05. Hail The New Age
06. Voice Within
07. 1943
08. Well Of Poison
09. Taste My Revenge
10. Ship Of Fools
11. Fields of Joy (Re-recorded)
12. La Tristesse
Band Website: www.reaper.de
Medium: CD
Spieldauer: 1:04:25 Minuten
VÖ: 25.07.2014

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