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Pretty Maids - Louder Than Ever

Review von Vikingsgaard vom 23.03.2014 (1849 mal gelesen)
Pretty Maids - Louder Than Ever Über 30 Jahre Danish Dynamite - da kann man getrost mal einen raushauen und Appetit auf das nächste Album machen. Selbiges tun meine Lieblingsdänen hier und schnüren ein Päckchen, bestehend aus der CD mit 4 neuen Songs und 8 neu abgemischten Klassikern aus der 1995-2006er Ära und einer DVD, welche einen Überblick über die "Motherland 2013 World Tour" liefert und dazu noch älteres Bühnenmaterial plus dem üblichen "Blödsinn", den man über die Jahre so verzapft. Die DVD liegt mir leider nicht vor, von daher konzentrieren wir uns auf die CD.

Als die PRETTY MAIDS 1987 ihr zweites Album "Future World" veröffentlichten, saß der kleine Vik gebannt vor dem volkseigenen Rundfunkempfänger und lauschte verzückt den Tönen, die da in feinstem Mono-Sound via Jugendradio DT 64 in den Äther geblasen wurden. Seither bin ich von den Jungs fasziniert, zumal Sänger Ronnie Atkins (aka Paul Christensen) wohl damals den Splitgesang erfunden hatte und als Schüler von Ian Gillan (BLACK SABBATH, DEEP PURPLE) diesen damals noch revolutionären Stil perfektionierte. Ihr seht, Objektivität ist heute nicht das Thema ...

Versuchen wir uns trotzdem zu konzentrieren und lassen erst mal die neuen Songs auf uns wirken. 'Deranged' als Opener zu wählen macht Sinn, denn der Song ist ein klassischer MAIDS-Rocker mit herrlich breitem Sound und einer Hook zum Niederknien. Wenn das neue Album ähnlich gestrickt ist, dann "Herzlichen Glückwunsch" und schon mal 10/10 vorab! 'My Soul To Take' wurde kürzlich schon auf der MAIDS-facebook-Seite präsentiert und brauchte bei mir ein paar Durchläufe mehr, bis er zündete. Mittlerweile empfinde ich die Midtempo-Ballade aber auch als durchaus gelungen, weil sich hier die typischen musikalischen Aspekte der Dänen in einem Song vereinen und bei mir einen ziemlichen flashback verursachen. 'Nuclear Boomerang' schlägt fein säuberlich in die Metal-Rock-Kerbe und entpuppt sich als intelligent arrangierter Kracher mit 'nem interessanten Gitarren-Riff, welches definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient. Manchmal gehört Bescheidenheit einfach verboten! 'A Heart Without A Home' als Betthupferl zu präsentieren ist auch sinnig, denn bei dem Zusammenspiel zwischen Mr. Ken Hammer (aka Kenneth Hansen) und dem Kollegen Atkins spürt man mit jeder Note die geistige Verbundenheit der beiden Gründungsmitglieder und dass sich hier definitiv Topf und Deckel gefunden haben. Über 40 Jahre Freundschaft und über 30 Jahre in einer Band ... wow!

Lassen wir die Gefühlsduselei und checken mal den Rest der Songs. Warum die Kollegen nur die 1995-2006er Ära hier berücksichtigten, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf jeden Fall wurden die Songs erstmal soundtechnisch aufbereitet und stellenweise sogar neu arrangiert ins Rennen geschickt, was einen durchaus positiven Endeffekt zur Folge hat. Wenn man sich denn daran gewöhnt hat.

'Tortured Spirit' ist das beste Beispiel dafür, denn der prinzipiell schon perfekte Song wurde einer recht radikalen musikalischen und produktionstechnischen Gesichtsstraffung unterzogen, ohne dass der eigentliche Song untergeht. Verblüffend. Aber leider bin ich nicht begabt genug, um euch Noten und Sound in Buchstaben zu vermitteln. Von daher, habt Nachsicht ...

Fazit: "Louder Than Ever" ist ein beachtenswertes Lebenszeichen einer, zumindest für meine Begriffe, zu unterschätzten und zu sehr belächelten Band, die relativ unbemerkt musikalische Akzente setzte. Während andere Nulpen ihre Haare am Sack rasierten und sich das Motiv in die Fresse malten und trotzdem nix als heiße Luft produzierten, können die MAIDS (trotz des bescheuerten Bandnamens) auf über 30 Jahre Musik zurückblicken, und das mit Stolz und Recht!



Gesamtwertung: 10.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
CD:

01. Deranged (New Song)
02. Playing God
03. Psycho Time Bomb Planet Earth
04. My Soul To Take (New Song)
05. He Who Never Lived
06. Virtual Brutality
07. Tortured Spirit
08. With These Eyes
09. Nuclear Boomerang (New Song)
10. Snakes In Eden
11. Wake Up To The Real World
12. A Heart Without A Home (New Song)

DVD (liegt leider nicht vor):

A Retrospective of the "Motherland 2013 World Tour". Includes archive footage from early stages of the band's career, interviews, backstage, studio footage and the usual freakiness.
Band Website: http://www.prettymaids.dk/
Medium: CD + DVD
Spieldauer: ca. 54 (nu Minuten
VÖ: 21.03.2014

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