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Dark Forest - Awakening

Review von EpicEric vom 01.03.2014 (2015 mal gelesen)
Dark Forest - Awakening Ganz recht, DARK FOREST sind wieder da! Wer dem nicht mehr als Schulterzucken zu entgegnen hat, dem sei der sofortige Blindkauf des selbstbetitelten Debutalbums der Briten ans Herz gelegt. Nach dem dritten, vierten Durchlauf darf hier dann weitergelesen werden. Nur zu, wir warten so lange.

Fertig? Spitze. Die magischen Leads in 'Excalibur', die unwirklichen Gesangsharmonien des 'Battle Of Badon Hill' - all das ist jetzt wieder topaktuell, denn diese Woche erscheint "The Awakening".

Die Bienenschwarm-Riffs von RUNNING WILD, die fetzenden Stakkatti von ICED EARTH, das, was DEATH einen Takt nennen - Merkmale, die beim Hören direkt auf die Band verweisen, die mit kompositorischer Freidenkerei neue Maßstäbe setzte, die sich in das kollektive Musikgedächtnis eingebrannt haben und in ihrem Charakter untrennbar mit diesen Interpreten verbunden sind und sie groß gemacht haben. Und DARK FOREST? Keine Oberliga, aber ein Gefühl für Melodien, das dem oben Genannten in nichts nachsteht.

Klar, sowas kann man auch sagen, wenn es gerade um ein Album mit einfach ziemlich netten Melodien geht. Aber das wäre untertrieben. Allein schon, weil man hier nicht von gut oder schlecht reden kann, nein, hier geht es um viel mehr.

Kehren wir noch einmal zum Debut zurück. Nicht nur klingt der Sound nicht mehr so demohaft, auch der Platz hinter'm Mikro wurde ersetzt, sodass das gesamte Klangbild wesentlich reifer erscheint. Das seinerzeit noch sehr straighte Songwriting wurde um Facetten von Prog und Epik erweitert. Mehr als einmal wanderte hier ein verwunderter Blick zum Wiedergabemedium, ob sich da klammheimlich ein John Arch- oder WHILE HEAVEN WEPT-Machwerk eingeschlichen habe. Tatsächlich handelte es sich aber nur um kompositorische Großleistungen wie 'The Awakening', 'Sacred Signs' oder - ach, so ziemlich jeder Song auf dem Album. Keine sonst klassisch nach vorn rockende Nummer wurde nicht um zumindest ein oder zwei kleine Finessen erweitert, die es auch im direkten Vergleich mit der internationalen Konkurrenz hervorstechen ließe.

"The Awakening" ist ein Album mit einem schier unerschöpflichen Maß an Tiefgang. Hier könnten jetzt abgedroschene Phrasen wie "Bei jedem Durchlauf entdeckt man etwas Neues!" gedroschen werden, aber stattdessen begnüge ich mich damit, zu unterstreichen, dass das hier ein Album ist, das keinen Verehrer klassischen Metals still sitzen lassen wird. Ist es übermäßig hart? Nein. Ist es schnell? Nicht wirklich. Ist es gut? Verdammt nochmal, ja! Ich bin mir fast sicher, dass "The Awakening" in meinem Jahrespoll auftauchen wird.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. The Awakening
02. Sacred Signs
03. Penda's Fen
04. Turning of the Tide
05. Rise Like Lions
06. Immortal Remains
07. Secret Commonwealth
08. The Last Season
09. Sons of England
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 53 Minuten
VÖ: 28.02.2014

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