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Nashville Pussy - Up The Dosage

Review von Stormrider vom 10.02.2014 (3727 mal gelesen)
Nashville Pussy - Up The Dosage Satte fünf Jahre ist es schon wieder her, dass NASHVILLE PUSSY mit ihrem letzten Rundling "From Hell To Texas" eine Menge Wüstenstaub aufwirbelten, die Whiskey-Vorräte ausdünnten und den Eiweißpegel nach oben trieben. Das Quartett möchte allerdings dieser Tage noch mal für staubige Gesichter, feuchte Kehlen und zuckende Lenden sorgen und veröffentlicht daher "Up The Dosage".

Aber taugt der aktuelle Rundling wirklich dazu, die Dosis der drei Heiligfaltigkeiten des Rock 'N Roll zu erhöhen? Die Antwort ist ein entschiedenes "bedingt". Das etwas zähe 'Everybody Fault But Mine' ist zwar nicht wirklich schlecht, liefert aber einen eher gediegenen Einstieg in die 38 Minuten. 'Rub It To Death' kommt da doch schon eine Nummer flotter aus den Hüften, lässt aber einiges an Hook-Potenzial auf dem Asphalt liegen und kann sich auf Dauer nicht breitbeiniger darstellen, als es ist. Danach aber folgt mit 'Till The Meat Falls Of The Bone' und 'The South's Too Fat To Rise Again' richtig cooler Dicke-Eier-Rock. Hell Yessss! So will ich die NASHVILLE PUSSY hören. Hier wird der Rock rotzig, dreckig, drogengeschwängert und schweißtreibend gezockt. Hallo Lemmy! Hallo Danko! 'Before The Drugs Wear Off' kann/soll/darf, nein muss man eigentlich mit einem Augenzwinkern und einem Whiskey in der Hand hören, erst dann entfaltet der Trash-Text in Kombination mit Country-Anleihen seine ganze Wirkung. Die drei Songs am Stück sind der stärkste Part des Albums. Das folgende 'Spent' kann mich irgendwie so gar nicht überzeugen und auch der Titelsong selbst ist, gemessen am in der Vergangenheit gezeigtem Ohrwurmpotenzial, eher PUSSY-Durchschnitt. 'Taking It Easy' ist dann zum Glück ein, von Gitarristin Ruyter Suys gesungener nicht mal einminütiger, Schweinerock-Eiertreter, dem mit 'White And Loud' leider ein weiterer Song eher durchschnittlicher Güte an die Seite gestellt wurde. Bei wem der Horizont nicht am Distortion-Regler endet, der wird an der textlich durchaus witzigen Bluegrass-Country-Nummer 'Hooray For Cocaine, Hooray For Tennessee' nochmal seine Freude haben.

Alles in allem ist "Up The Dosage" ein Album, das die gewohnten Stärken des gemischten Doppels am Start hat, genretypisch breitwandig produziert ist und bestimmt keinen alten Fan wirklich enttäuschen wirklich wird. Dennoch zünden, im Vergleich zu früher, nicht mehr alle Songs auf dem Album, und es hat sich auch der ein oder andere tendenziell eher durchschnittliche Song seinen Platz gesichert. Klar, nicht jeder Abend mit Freunden auf der Piste ist gleich gut, und dennoch möchte man am Ende keinen davon missen, denn jeder hatte seine Highlights. "Up The Dosage" erhöht die Dosis daher nicht, hält sie aber stabil. Für ein paar Gläser Braunen, versaute Witze sowie Sprüche unter der Gürtellinie und breitbeinige Rockstarposen eignet sich der Rundling aber natürlich wieder einmal. Ach und auf die Lebensweisheit 'Pussy's Not A Dirty Word' haben wir natürlich auch viel zu lange gewartet.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Everybody's Fault But Mine
02. Rub It To Death
03. Till The Meat Falls Off The Bone
04. The South's Too Fat To Rise Again
05. Before The Drugs Wear Off
06. Spent
07. Beginning Of The End
08. Up The Dosage
09. Taking It Easy
10. White And Loud
11. Hooray For Cocaine, Hooray For Tennessee
12. Pillbilly Blues
13. Pussy's Not A Dirty Word
Band Website: nashvillepussy.com
Medium: CD
Spieldauer: 38:12 Minuten
VÖ: 20.01.2014

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