Indica - Shine

Review von des vom 05.02.2014 (3076 mal gelesen)
Indica - Shine Generell ist es ja fast so, dass man sich jede Platte schön hören kann, beziehungsweise im Umkehrschluss - oder positiver formuliert - sich die Stärken eines Albums erst nach mehreren Durchläufen erschließen. "Shine" von INDICA ist genau so ein Fall: man fragt, wo die Gitarren sind und was denn der ganze Plastikpop solle. Doch man soll nicht übersehen, dass "Shine" durchaus Stärken offeriert, wie der Ohrwurm 'Mountain Made Of Stone', der trotz der Spielzeugkeyboards mit seiner Dramatik und auch dem dann doch etwas rockigen Arrangement am Ende des Songs überzeugt. Einprägsam für die Platte ist vor allem der zerbrechliche Gesang und die zuckersüßen Refrains.

Auf der anderen Seite hat "Shine" auch einige gröbere Schwächen: die Produktion klingt ziemlich künstlich und poliert und lässt überhaupt nicht darauf schließen, dass hinter INDICA eine echte Band steht - es klingt eher wie eine Retortenproduktion. Ihre Sternstunden hat die Platte, wenn sie den Zuckerl-Pfad verlässt und in Richtung GARBAGE marschiert, wie es bei 'A Definite Maybe' zu erforschen gilt. Auch 'A Goodbye To Berlin' schlägt in die selbe Kerbe, wenn es auch nicht ganz an 'A Definite Maybe' heranreicht. Die Ballade 'Run Run' wiederum ist dermaßen mit offensichtlich künstlichen Streichern zugekleistert, dass sie überhaupt keinen Spaß macht. Dafür würde es nicht verwundern, wenn 'Here And Now' einmal als Hit im Radio auftauchen würde. Dafür überrascht es, dass 'Missing' ihren Weg auf die Platte gefunden hat, klingt doch hier ausnahmsweise der Gesang im Chorus ziemlich neben der Spur. Doch das Ende der Platte mit der unter die Haut kriechenden Ballade 'Hush Now Baby', dem rockigen 'Behind The Walls' und dem funkigen 'A Kid In The Playground', stimmt wieder versöhnlich auch wenn das von Cello-Klängen eingeleitete schmalzige 'War Child' eine gewisse Ohrpein darstellt.

Jedenfalls wird mit "Shine" klar, dass INDICA deutlich in Richtung Pop marschieren. Neben einigen wirklichen starken Ohrwürmern gefällt vor allem der charismatische Gesang, während demgegenüber die poppigen Arrangements und der Keyboardkleister missfällt und einige Songs dann doch stark abfallen oder - besser gesagt - Geschmackssache sind.

des


Gesamtwertung: 6.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Mountain Made Of Stone
02. Uncovered
03. A Definite Maybe
04. Goodbye To Berlin
05. Run Run
06. Here And Now
07. Missing
08. Hush Now Baby
09. Behind The Walls
10. A Kid In The Playground
11. War Child
Band Website: www.indica-music.com/‎
Medium: CD
Spieldauer: 40:00 Minuten
VÖ: 24.01.2014

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