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Kampfar - Djevelmakt

Review von grid vom 02.02.2014 (2976 mal gelesen)
Kampfar - Djevelmakt KAMPFARs "Mare" stand 2011 für Veränderung. Der langjährige Gitarrist Thomas verließ die Band, Peter Tägtgren verhalf "Mare" zu einem glatteren Klangbild, mit dem ich mich nicht so recht anfreunden konnte. Eine wirklich erinnernswerte Hymne habe ich ebenso vermisst wie ausdrucksstarke Lyrics. Und die beiden englischsprachigen Tracks 'Mare' und 'Blitzwitch' begeistern mich bis heute nicht. Kurzum, "Mare" empfinde ich nach wie vor als oberflächlich und dementsprechend enttäuschend! Die ersten vier Alben dagegen sind Edelsteine in meiner Sammlung, denn Liedern wie 'I Onskapens Kunst', 'Norse', 'Valdogg' oder 'Lyktemenn, 'Inferno', 'Mareham' kann ich einfach nicht überdrüssig werden und 'Vettekult' wird für mich immer das Highlight im KAMPFAR'schen Schaffen bleiben, das mir zu jeder Zeit und an jedem Ort ein Lächeln in die Seele zaubert. Nie wurde die mystische Naturstimmung zwischen Tag und Nacht schöner vertont und in Worte gefasst als hier. Dieses Lied ist das perfekte Zusammenspiel von Text und Musik. Und ebensolche zu Herzen gehenden Songs fehlen mir auf "Mare". Mit entsprechend großer Zurückhaltung sah ich also "Djevelmakt" entgegen.

Mit einem langgezogenen, rauen "Hellllveeeteeeeeee" steigen die Norweger, zugegeben, reichlich klischeehaft ins sechste Album ein. Aber sogleich machen sich der typische KAMPFAR-Klang und Dolks einzigartiger Rapselgesang breit im Ohr. Die Stimmung des Albums ist dunkel und spiegelt die Thematik Verdammnis in ihren verschiedenen Facetten wider. Die Songs sind treibend und gehen straff nach vorn, sind aber zugleich komplex und detailreich gestaltet und verhelfen dem Album zu einem sehr abwechslungsreichen Erscheinungsbild. Ein paar Durchläufe mehr sind hier Pflicht. Freilich bringen KAMPFAR mit Instrumenten wie Flöte, Akustikgitarre und Piano das nötige pagane Feeling ein, um dem tighten Gitarrenspiel von Neuzugang Ole Hartvigsen (MISTUR, EMANCER) ein paar Ruheakzente gegenüberzustellen. Das Keyboard ist mit Fingerspitzengefühl songdienlich eingesetzt und sorgt für wirklich große Augenblicke, zum Beispiel im Gänsehautsong 'Svarm Norvegicus'. Hier krallen sich KAMPFAR mit schwerer erhabener Midtempoepik in Herz und Ohr fest. Und wenn auch ein Stück wie 'Svarte Sjelers Salme' die Fans von "Heimgang" und "Kvass" wieder ins Boot holt, schlägt "Djevelmakt" zu keiner Zeit die Rolle rückwärts, sondern weist mit seiner aggressiveren Ausrichtung ('Mylder') in eine Zukunft, in der ich kommenden KAMPFAR-Alben wieder entgegenfiebern werde.

Für Produktion und Mastering war Jonas "Proffs" Kjellgren, für das Mixing Peter Tägtgren verantwortlich. Das Artwork stammt vom im Jahr 2005 ermordeten polnischen Künstler Zdzisław Beksiński und vom englischen Maler John Charles Dollman und rundet dieses düster-dynamische Album optisch passend ab.

Anspieltipps: 'Svarm Norvegicus', 'Svarte Sjelers Salme', 'Our Hounds, Our Legion'.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Mylder
02. Kujon
03. Blod, Eger Og Galle
04. Svarm Norvegicus
05. Fortapelse
06. De Dødes Fane
07. Svarte Sjelers Salme
08. Our Hounds, Our Legion
Band Website: www.kampfar.com
Medium: CD
Spieldauer: 49:00 Minuten
VÖ: 27.01.2014

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