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Elysion - Someplace Better

Review von Opa Steve vom 23.01.2014 (1433 mal gelesen)
Elysion - Someplace Better Ich bin ja ein Freund von LACUNA COIL. Zumindest wieder, seit deren aktuelles Album den Ausflug ins Poppig-Oberflächliche wieder beendet hat. Insofern bin ich doppelt kritisch, wenn eine Band offensichtlich mehr als zufällig einige Stilmittel der Mailänder übernimmt. ELYSION kommen aus Griechenland und haben mit Christianna [sic!] nur eine Sängerin ohne männlichen Gegenpart am Start. Zum bodenständigen Gothic Metal der Band hat man diese aber ziemlich exakt so produziert, wie man es von einer gewissen Cristina Scabbia kennt. Seien es die nasalen dunklen Parts, die Melodiebögen oder die Unterlegung als Zweitstimme mit dem reduzierten Radiosound.

An Zufälle glaube ich nicht, aber nun genug der hochgezogenen Augenbraue. Die Dame aus Griechenland kann ordentlich singen, und das ist an dieser Stelle mal das Relevante. Insgesamt wirkt die Ausstrahlung einen Ticken zahmer, was auch die Musik betrifft. Wie ich oben schon schrieb, handelt es sich um sehr bodenständigen Gothic Metal. Die Auswahl der Harmonien hat den Zweck, niemanden vor den Kopf zu stoßen. Zu dunkle Passagen oder irritierende Parts sucht man bei EYSION vergeblich. Stattdessen gibt es auch richtige Radio-Power-Balladen wie 'The Promise' oder das EVANESCENCEsche 'Awake', die man wirklich jedem gemäßigten Rockfan vorsetzen kann. Der Rest des Albums firmiert allerdings definitiv als Metal, auch wenn die Songs oftmals eine Gratwanderung zwischen bravem Feuerzeugschwenken ('What Lies Beneath') und der nötigen Portion Aggressivität darstellen. Die Keyboards erinnern mit ihren kalten Elektro-Sounds immer wieder dezent daran, dass der Stoff ja noch das Prädikat "Gothic" irgendwo stehen hat.

ELYSION kopieren auf "Someplace Better" ganz passabel, aber sie kopieren eben. Eine durchschlagende Originalität darf man bei dem Album nicht erwarten. Dennoch ist es gefälliger Stoff, der die Grenzen zwischen Kommerz und leicht angedüstertem Metal vermutlich für eine breite Gemeinde der toleranten Normalo-Hörer öffnen kann. Zusammen mit der tadellosen Leistung an Mikro und Instrumenten will ich mal trotz des oft mutlosen Songwritings die Grenze zur "guten" Bewertung ankratzen und vergebe FAST 7 Punkte. Die Anspieltipps sind die Schlüsselstellen, nämlich der erste und letzte Song: 'Made Of Lies' und 'Changing'.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Made Of Lies
02. Someplace Better
03. Fairytale
04. The Promise
05. Our Fate
06. Awake
07. What Lies Beneath
08. Transparent
09. Breakfree
10. In Despair
11. Changing
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 40:35 Minuten
VÖ: 24.01.2014

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