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Crystal Viper - Possession

Review von des vom 27.12.2013 (2559 mal gelesen)
Crystal Viper - Possession Ich weiß nicht, woran es liegt, aber irgendwie laufen bei mir CRYSTAL VIPER noch immer in der Kategorie "vielversprechender Newcomer", was eigentlich ziemlich unzutreffend ist, wenn man bedenkt, dass die Band schon seit 2003 existiert und mit "Possession" bereits ihr fünftes Album präsentieren und mittlerweile beileibe keine Unbekannten mehr sind. Auch die Festivalauftritte bei Bang Your Head, Keep It True, Sabaton Open Air oder dem Magic Circle Festival legen Zeugnis vom steigenden Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad der Polen ab.

Mit dem neuen Output "Possession" wagt man sich an ein Konzeptalbum, bei dem sich die Handlung, wie es der Titel und auch das Cover der Platte erahnen lassen, um ein von einem Dämonen besessenes Mädchen dreht. Musikalisch macht sich das Konzept nur dadurch bemerkbar, dass die Platte von einem Intro eröffnet wird, dessen zentrales Thema vom abschließenden Song 'Prophet Of The End' wieder aufgenommen wird - ansonsten stehen die Songs musikalisch für sich. Auch auf "Possession" verfolgen CRYSTAL VIPER wieder ihre Erfolgsformel, bestehend aus Power Metal klassischer Prägung in Verbindung mit dem unverwechselbarem Gesang von Frontröhre und Hauptsongwriterin Marta Gabriel - stilistisch orientiert man sich wiederum an alten HELLOWEEN-Scheiben (zu Zeiten, als noch Kai Hansen am Mikro stand) oder auch JUDAS PRIEST; der Anteil an Piratenstimmung wurde gegenüber "Legends" zurückgeschraubt. Auch muss man einige Zeit warten, bis die Platte richtig interessant wird: die beiden Songs 'Voices In My Head' und 'Julia Is Possessed' brettern amtlich durchs Gebälk, wären aber, wenn es das eine oder andere Break nicht gäbe, nicht allzu aufregend. Doch dann folgt 'Fight Evil With Evil', in dem das Tempo etwas gezügelt wird, aber mit seinem unbezwingbaren Ohrwurmrefrain einen Hit der Marke 'Blood Of The Heroes' darstellt. Marta lässt hier gesanglich den Dämonen raus und wird von Harry Conklin (JAG PANZER) unterstützt. Bei 'Mark Of The Horned One' ist es wieder da, das RUNNING WILD-Riff, ganz nett, aber wesentlich interessanter gerät die düstere und zähe Hymne 'Why Can't You Listen?' und auch der schwere traditionelle Banger 'You Will Die You Will Burn', der im Refrain durch einen Doublebass aufgefettet wird. Den würdigen Abschluss der Geschichte stellen die beiden sehr abwechslungsreichen Epen 'We Are Many' (schön gruseliger Mittelteil) und 'Prophet Of The End' dar. Als Draufgabe gibt es mit 'Thundersteel' noch einen Coversong von RIOT.

Da haben CRYSTAL VIPER nochmals die Kurve gekratzt: Nach einem eher schwächeren Beginn entwickelt sich das Album mit Fortdauer zu einem, das das Niveau der Vorgänger doch locker halten kann. Die stimmlich an die junge DORO erinnernde Marta Gabriel könnte in den Kreischpassagen aber auch die jüngere Schwester von Kai Hansen sein und prägt das Klangbild maßgeblich mit ihrer energetischen Performance. Der Sound der Platte - angereichert mit vielen Soli - ist wiederum oldschool-natürlich ohne viele Sperenzchen und damit eine wohltuende Abwechslung zum überproduzierten Metal-Allerlei. So soll Metal klingen.

des

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Zeta Reticuli
02. Voices In My Head
03. Julia Is Possessed
04. Fight Evil With Evil
05. Mark Of The Horned One
06. Why Can't You Listen?
07. You Will Die You Will Burn
08. We Are Many
09. Prophet Of The End

CD bonus track:
10. Thundersteel (RIOT cover song)
Band Website: www.crystalviper.com/
Medium: CD
Spieldauer: 46:00 Minuten
VÖ: 13.12.2013

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