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Placenta - Missgunst & Neid

Review von Wulfgar vom 15.12.2013 (1553 mal gelesen)
Placenta - Missgunst & Neid Dermaleinst (sprich 2000) taten sich 5 Berliner Jungs zusammen um den Underground aufzumischen. Nachdem man den eigenen Stil im modernen Metalcore gefunden hatte, ging es ans Ackern. In der Zwischenzeit hat das Quintett die 4. Langrille "Missgunst Und Neid" in der Pipeline, auf der alle Texte auf Deutsch gehalten sind.

Seit dem ich per Zufall das Vorgängeralbum "Replace Your Face" zum Review bekam, war ich der Meinung, dass es auch Metalcore gibt, der mir gefällt. Und auch dieser Tage enttäuschen mich PLACENTA nicht im Geringsten. Trotz der beständigen Growls sind die Lyrics gut zu verstehen und transportieren eine gute Portion Humor. Kostprobe gefällig? "... Wer hat die Baroness verhext? Ich glaub es war ne Hexe. Oh krass, das ist ja komisch ..." (aus 'Baroness'). Das mag infantil klingen, aber wenn das Ganze wie hier mit so viel Inbrunst vorgetragen wird, kann man einfach nicht ernsthaft annehmen, dass die Texte 100% ernst gemeint sind. Der andere Grund der PLACENTA aus der Masse von Hunderttausenden Core-Bands herausstechen lässt, sind ihre Songstrukturen, die nicht einen Moment langweilig sind. Trotzdem brettern die Gitarren wie ein Sägewerk auf Volllast und der Drummer kriegt stellenweise wohl Stromschläge jenseits der 10000 Volt Grenze. Die Stunde dieser Combo schlägt jedenfalls immer dann, wenn sie richtig Gas geben. Die etwas ruhigeren Parts mit cleanem Gesang bieten nicht nur sporadisch eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Betongewitter. Als Anspieltipp würde ich 'Tanzt' empfehlen, da hier alle beschriebenen Qualitätsmerkmale zu Hauf auftreten.

Die ganz, ganz große Welle des Metalcores ist zwar schon wieder abgeebbt, aber das heißt ja nicht, dass da nicht noch Bands wären, die in dem was sie tun einfach gut sind. Wenn das wie hier der Fall ist, kann man sich eigentlich immer auf ein schönes Album freuen. Dem modernen Metalhead würde ich "Missgunst Und Neid" durchaus empfehlen. So, icke bin jetzte aber so wat von raus wa! Prost Mahlzeit, euer Wulfgar.


Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Schlafe Los
02. Wunderschön Und Wild
03. Baroness
04. Sretan Put
05. Nur Die Besten
06. Jure Joskan
07. Collage À Trois
08. Ein Riese
09. Tanzt
10. Schwarze Tauben Steigen
Band Website: www.placentametal.de
Medium: CD
Spieldauer: 42:16 Minuten
VÖ: 13.12.2013

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