Banner, 300 x 250, mit Claim


Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2021
Headbangers Open Air 2021 (Corona Edition)

Ironhammer Festival 2021

Ihsahn - Das seelenbrechen

Review von Lestat vom 18.11.2013 (3782 mal gelesen)
Ihsahn - Das seelenbrechen Mit "Das Seelenbrechen" veröffentlicht IHSAHN sein fünftes Album unter eigener Flagge - und lässt einen stellenweise einmal mehr mit Fragezeichen zurück. Zunächst einmal die Frage der Schublade, diese für die Metalszene so extrem wichtige Frage. Ist es Black Metal? Nein, kaum. Dazu fehlt fast alles. Außer der Dunkelheit, der Einsamkeit, die die Musik stellenweise verbreitet. Ist es Progressive Metal? Schon eher. Aber irgendwie ist es dann stellenweise doch wieder zu schwarz. Ist es Jazz? Manchmal ja, und dann bricht doch wieder zu viel Härte durch. Einmal mehr muss der geneigte Metaller damit leben, dass er etwas hört, was sich keiner Szene zuordnen lässt.

"Das Seelenbrechen" besteht aus zehn Liedern, und auch wenn die Lieder augenscheinlich zunächst nicht viel miteinander zu tun zu haben scheinen: Für sich allein betrachtet ergeben sie meist keinen Sinn, zumindest aus musikalischer Sicht. In der Theorie sollte nämlich jede Dissonanz immer wieder aufgelöst werden. So denn welche aufgebaut werden, geschieht das hier aber meist nicht noch im selben Lied, sondern erst im darauf folgenden. Die Lieder allein versteht man kaum. Die CD als ganzes ergibt sehr viel Sinn. Auf einmal werden dissonante, experimentelle Stelle erträglich, weiß man um die Beruhigung des Chaos im nächsten, spätestens übernächsten Song. Das ganze Album ist eine wogende Welle, ein Exkurs in verschiedenste Geisteszustände des Komponisten, mal leise und verzweifelt, mal laut und wahnsinnig.

Manche Lieder, 'NaCl', 'Pulse' und 'Regen' sind geradezu leicht verständlich, massentauglich könnte man fast sagen. Andere dagegen, so der Opener 'Hiber' oder 'Tacit2', sind höchst sperrig, dissonant, mindestens störend, fast schon verstörend teilweise. Und am Ende, in den letzten drei Liedern, wird es ruhig und intensiv, eine Reise in die intensiven Momente einer Seele, die gerade zerbricht.

Dieses Werk einfach so im Hintergrund zu hören kann man vergessen. Diese CD ist, wie eigentlich alle Werke von IHSAHN, nur hörbar, wenn man sich drauf einlässt: auf die Klang- und Erlebniswelten, die Musik auslöst, auf Zerstörung und Aufbau des Empfindens des Hier und Jetzt.


Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Hiber
02. Regen
03. NaCl
04. Pulse
05. Tacit2
06. Tacit
07. Rec
08. M
09. Sub Ater
10. See
Band Website: www.ihsahn.com
Medium: CD
Spieldauer: 49:02 Minuten
VÖ: 21.10.2013

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

01.02.2010 After(10.0/10) von Vikingsgaard

24.06.2008 angL(10.0/10) von TadMekka

08.04.2016 Arktis(9.0/10) von Opa Steve

18.11.2013 Das seelenbrechen(9.0/10) von Lestat

19.06.2012 Eremita(9.0/10) von Opa Steve

22.09.2020 Pharos(7.5/10) von Eddieson

03.03.2020 Telemark(7.0/10) von RJ

27.04.2006 The Adversary(9.5/10) von Opa Steve

Interviews

28.04.2006 von Opa Steve

28.04.2006 von Opa Steve

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Heute veröffentlicht
Eric McFadden - Hail To Hell

Schaut mal!