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Neurotic November - Anunnaki

Review von Contra vom 18.11.2013 (1238 mal gelesen)
Neurotic November - Anunnaki Mensch, Florida! Was ist nur aus dir geworden? Einst schenktest du uns OBITUARY, MORBID ANGEL und DEATH. DEATH! Du gründetest eine ganze Äone exzellenten Death Metals, ein ganzes Genre, das sich namentlich direkt auf dich stützte. Und nun? Florida, ich frage dich: Was soll das? Warum steigst du ein ums andere Mal in den Sumpf herab, der sich da Deathcore nennt? Und warum schleifst du ein jedes Mal einen Trupp Jünglinge mit ans Tageslicht, die ihre Seele verpfändet haben, um der neue, unendlich innovative Stern am Todkernhimmel zu werden? Wo sind die hehren Zeiten geblieben, in denen Chuck Schuldiner uns das Herz mit unbefleckten Riffs erfreute? Wo, Florida, sind diese Tage? Zum Teufel sind sie!

NEUROTIC NOVEMBER aus der Gegend von Miami haben nicht nur einen voll unkonventionellen Namen, sondern auch ein Album mit einem voll unkonventionellen Cover und einem voll unkonventionellen Titel. "Anunnaki" klingt nicht nur ziemlich knorke, sondern bezeichnet auch gleich noch die mesopotamischen Götter der Unterwelt. Haben NEUROTIC NOVEMBER einen spannenden Song zu dem Thema auf Lager? Haben sie nicht. Der Titelsong ist ein komplett überflüssiges, dreißigsekündiges Intro. Yay. Der echte Opener trägt den Titel 'Check Mate' und ist typischer, wenn auch ziemlich gut produzierter Deathcore. Der Sänger hat ein erstaunlich anständiges Spektrum, von kehligen Screams über Growls bis hin zu Rap (!). Das große Problem, welches "Anunnaki" im Schlepptau hat, ist allerdings, dass die Songs kaum Wiedererkennungswert haben und alle fast exakt gleich ablaufen. Die tief gestimmten Gitarren hämmern auf einer immer gleichen Note rum, Breakdown, Refrain (in dem sogar so was wie Riffs ins Spiel kommen), Breakdown, Breakdown, Breakdown. Zurück auf Anfang. Und weil's so schön war, gleich noch ein paar Breakdowns. Und mit 'Alonzo/Precious Life' ein instrumentales, ruhiges, komplett deplatziertes Zwischenspiel, damit sich das Intro nicht so alleine fühlt.

"Anunnaki" bekommt von mir aus einem recht einfachen Grund keine Wertung: Es hat mit Metal nichts zu tun. Gar nichts. NEUROTIC NOVEMBER sind ein überdurchschnittlicher Vertreter ihrer Zunft und haben ne Menge Potenzial, aber a) habe ich von Deathcore nicht ansatzweise genug Ahnung, um das adäquat einordnen zu können und b) geht es hier um Metal. Breakdowns machen Musik nicht Metal. Und aus Florida kommt nach wie vor 'ne Menge guter Musik, von der ich jetzt mehrere Stunden in hoher Konzentration brauchen werde.

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. Anunnaki
02. Check Mate
03. To Prevail
04. The Betrayer
05. Nonchalant
06. Alonzo/Precious Life
07. You're Not An Easy Act To Follow
08. Parents
09. Can Be Conquered
10. Wasabi Anguish
11. Our Development
Band Website: www.facebook.com/NeuroticNovember
Medium: CD
Spieldauer: 34:21 Minuten
VÖ: 29.10.2013

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