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Medeia - Iconoclastic

Review von Kex vom 10.11.2013 (4484 mal gelesen)
Medeia - Iconoclastic MEDEIA sind seit nunmehr 10 Jahren auf Achse und arbeiten derzeit während ihrer Tour mit CHILDREN OF BODOM und INSOMNIUM hart an ihrem Bekanntheitsgrad. Nachdem zuletzt "Abandon All" die Albentrilogie um den recht düsteren Untergang der Menschheit abschloss, beginnt mit "Iconoclastic" ein neuer Abschnitt. Ein neuer Mehrteiler wird mit diesem Album nicht begonnen.

Die Texte sind nicht weniger nachdenklich oder gesellschaftskritisch als auf den vorherigen Alben, doch schwingt auf "Iconoclastic" eine persönlichere Note mit. Musikalisch sind MEDEIA nun auf komplexeren Pfaden unterwegs. Der Opener 'Iconoclastic' beginnt zwar zunächst recht sanft und melodiös, geht dann aber zügig zu abgehackten Riffs und eher im Hardcore beheimateten Vocals über. Für Core sind die Shouts eigentlich schon fast zu melodiös, während sie für Deathgrowls zu flach ausfallen. Der Refrain wird mit spartanischen Keys sphärisch hinterlegt, die Saiten bei den Übergängen im Midtempo angeschlagen. Auf unnötig aufgezwungene Rhythmen am Schlagzeug wird verzichtet, sodass hier doch eher ein Melodeath Song vorliegt. Nur eben kein klassischer. Demgegenüber startet 'A Waste Of Skin' mit unglaublich schnellen Frickelpassagen, nimmt aber auch Breakdowns und Shouts mit ins Repertoire auf. Hier wird sich fleißig aus dem Corebereich bedient, weshalb dieser Song ehrlich gesagt nicht so ganz zu meinen Favoriten zählt. Dabei sind die Gitarren auf angenehm vertrackten Pfaden unterwegs. Ähnliches gilt auch für 'Sleep', das zwar echt schöne Keyboardlinien aufweist, die schöne Atmosphäre aber recht schnell durch an EVANESENCE erinnernde weibliche Vokals wieder zerstört. 'Dethroned' geht mir da deutlich leichter ins Ohr, wenngleich der Groove sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Der Fairness halber muss ich aber zugeben, dass der Gesang kraftvoll die Texte an den Hörer bringt. Neben mir sind eben noch andere die Zielgruppe und MEDEIA haben nie vorgegeben, Band einer bestimmten Schublade zu sein. Die Finnen können es aber auch anders, was sich bei Songs wie 'The Dominant Species' angenehm zeigt. Ein typisches MEDEIA-Intro mit Keyboards wird gefolgt von technisch vertracktem Gitarrenspiel. Das Niveau ist dabei nicht ganz so abgehoben wie etwa bei OBSCURA und es werden auch minimalistische Midtempo Passagen geboten. Hier passt der zarte Hauch weiblichen Gesangs auch echt gut rein, sodass eine bedrückende und angespannte Atmosphäre entsteht. Ein echter Brecher fehlt "Iconoclastic" leider. Zwar ist der Schlusssong 'Redefining Hell' einer der stärksten des Albums, aber da ist trotz eingängigen Riffs noch Luft nach oben drin.

Fazit: MEDEIA haben es geschafft, technischen Death mit Melodeath-Elementen und teilweise dem Core entlehntem Gesang zu verbinden. Herausgekommen ist eine ungewöhnliche Scheibe, die dankenswerter Weise unter modernem Melodeath nicht reinen Metalcore mit Keyboards versteht. Eingefleischten Oldschool Melodeathern, die vor allem alten IN FLAMES oder DARK TRANQUILLITY nachtrauern, wird "Iconoclastic" sicher nicht zusagen. Wer bereit ist, sich auf die Vocals von Sänger Keijo Niinimaa einzulassen, wird seine Freude an diesem Album haben. Mir persönlich blieb "Iconoclastic" streckenweise zu flach, live gaben MEDEIA aber mit 'Iconoclastic' und 'Misery Prevails' aber mords auf die Zwölf.

Anspieltipps: 'Redefining Hell', 'Iconoclastic'

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Iconoclastic
02. A Waste of Skin
03. Sleep
04. Dethroned
05. The Dominant Species
06. Prophecy
07. Loyalty Kills
08. Misery Prevails
09. Reverence
10. Redefining Hell
Band Website: www.myspace.com/medeiaband
Medium: CD
Spieldauer: 40:46 Minuten
VÖ: 25.10.2013

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