Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2020
70000 Tons Of Metal 2020

A Sinister Purpose 2020

Hell Over Hammaburg 2020

Ayreon - The Theory Of Everything

Review von des vom 02.11.2013 (2159 mal gelesen)
Ayreon - The Theory Of Everything Eigentlich war es nicht mehr zu erwarten, dass Arjen Lucassen mit einem weiteren AYREON-Album zurückkehrt. Die ursprüngliche AYREON-Geschichte war fertig erzählt und zusätzlich mit der - nebenbei bemerkt superben - Zusammenstellung "Timeline" in einer sehr wertigen Box zusammengefasst und abgeschlossen. Folgerichtig konzentrierte sich Lucassen auf sein zweites Projekt STAR ONE und brachte im letzten Jahr "Lost In The New Real" unter seinem eigenen Namen heraus.

Doch jetzt steht es da: "The Theory Of Everything" unter dem Banner AYREON. Und in beeindruckender Weise werden von Lucassen neue Wege beschritten. Zum einen beim Konzept des Albums, das sich doch signifikant von den früheren Alben unterscheidet: anstelle einer großen Science Fiction Story mit Zeitreisen und allem Drumherum wird eine kleine, aber nicht minder beeindruckende und auch bedrückende Geschichte eines ungeliebten Wunderkindes erzählt, das mit seinem Vater, einem Genie, um die Entdeckung der Weltformel konkurriert. Zum anderen unterscheidet sich das Album von früheren Alben dadurch, dass sich die Anzahl der Gastmusiker in überschaubaren Grenzen hält. Konnte man früher ein ganzes Review nur mit der Aufzählung der Mitwirkenden füllen, so tummeln sich auf diesem Doppelalbum gerade einmal sieben (hochkarätige) Sänger, die die verschiedenen Charaktere der Geschichte verkörpern: So tritt zum Beispiel JB von GRAND MAGUS als Lehrer in Erscheinung, während Cristina Scabbia (LACUNA COIL) die Mutter des Wunderkindes verkörpert und Marco Hietala (NIGHTWISH-Bassist) einen Rivalen (nur um drei zu nennen).

Die Geschichte beziehungsweise Doppel-CD ähnelt zum anderen musikalisch auch eher einem Metal-Musical als einem Prog-Werk. "The Theory Of Everything" teilt sich dabei in vier Abschnitte der Geschichte (als Vinyl wäre das wohl ein Longtrack je Seite), wobei jeder dieser Longtracks sich bis auf wenige Ausnahmen vollkommen dem Strophe-Chrorus-Schema entzieht, sondern vielmehr durch viele Zwischenspiele (gesungen oder instrumental) zusammengehalten werden. Und trotz des komplexen Aufbaus reiht sich ein Ohrwurm an den anderen. Geniale Stimmen in noch viel genialeren Gesangspassagen und Duetten, dazwischen die für AYREON charakteristischen und manchmal hakeligen Keyboards, erzählen eine Geschichte, die man sich am liebsten mit den Lyrics in der Hand in einem Rutsch reinziehen möchte. Das i-Tüpfelchen sind die hochkarätigen instrumentalen Einlagen von Gastmusikern wie Keith Emerson oder Jordan Rudess am Piano beziehungsweise die sehr schönen Cello- und Flötenklänge.

Ein monumentales Stück Musik, das als emotionale Achterbahnfahrt alle Facetten zwischen einschmeichelnd und fett rockend abdeckt und im großen Finale im auf dem Cover abgebildeten Leuchtturm gipfelt. Sehr stark und man würde es sich wünschen, dass "The Theory Of Everything" eine ähnliche theatreske Aufführung erfährt, wie es zum Beispiel von QUEENSRYCHE mit ihrem "Mindcrime"-Doppler vor einigen Jahren inszeniert wurde. Den "Song zwischendurch" oder "Hit" findet man auf "The Theory Of Everything" zwar nicht, aber trotz des proggigen Aufbaus ist die Platte unheimlich eingängig und eine Pflichtscheibe für alle Prog-Fans und für AYREON Fans sowieso.

des

Gesamtwertung: 10.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood blood
Trackliste Album-Info

CD1
PHASE I: SINGULARITY (23:29)
01. Prologue: The Blackboard
02. The Theory of Everything part 1
03. Patterns
04. The Prodigy’s World
05. The Teacher’s Discovery
06. Love and Envy
07. Progressive Waves
08. The Gift
09. The Eleventh Dimension
10. Inertia
11. The Theory of Everything part 2

PHASE II: SYMMETRY (21:31)
12. The Consultation
13. Diagnosis
14. The Argument 1
15. The Rival’s Dilemma
16. Surface Tension
17. A Reason To Live
18. Potential
19. Quantum Chaos
20. Dark Medicine
21. Alive!
22. The Prediction

CD 2
PHASE III: ENTANGLEMENT (22:34)
01. Fluctuations
02. Transformation
03. Collision
04. Side Effects
05. Frequency Modulation
06. Magnetism
07. Quid Pro Quo
08. String Theory
09. Fortune?

PHASE IV: UNIFICATION (22:20)
10. Mirror Of Dreams
11. The Lighthouse
12. The Argument 2
13. The Parting
14. The Visitation
15. The Breakthrough
16. The Note
17. The Uncertainty Principle
18. Dark Energy
19. The Theory of Everything part 3
20. The Blackboard (reprise)
Band Website: www.ayreon.com/
Medium: DoCD
Spieldauer: 88:00 Minuten
VÖ: 28.10.2013

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

10.04.2020 Electric Castle Live and Other Tales(10.0/10) von Cornholio

11.05.2017 The Source(10.0/10) von Cornholio

03.07.2016 The Theater Equation(9.5/10) von Cornholio

02.11.2013 The Theory Of Everything(10.0/10) von des

28.11.2008 Timeline(10.0/10) von des

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!