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Anagnorisis - Beyond All Light

Review von grid vom 28.07.2013 (1679 mal gelesen)
Anagnorisis - Beyond All Light Aus Louisville (Kentucky) kommt die Schwarzmetall-Horde ANAGNORISIS, deren Geburtsstunde im Jahr 2003 schlug. Vier Jahre später erschien das Debüt "Overton Trees", zwei kleine EPs folgten in den Jahren 2009 ("Alpha and Omega") und 2012 ("Ghosts Of Our Fathers"), erstere mit drei, letztere mit zwei Songs. Und in diesem Jahr legen sie mit "Beyond All Light" ein weiteres selbstveröffentlichtes, leicht verrauschtes Album nach, das es als CD und digitalen Download, auf Vinyl wie auch auf Kassette geben wird.

Obwohl auf den Promo-Bildern vier Musikanten zu sehen sind, listen verschiedene Quellen im weltweiten Netz fünf Namen im Line-up auf, nämlich Zachary Kerr (Gesang), Zak Denham (Gitarren), Samuel Hartman (Keyboard), Chris Smith (Drums) und Josh Mumford (Bass).

Ob hier einer den Fototermin geschwänzt hat oder es sich tatsächlich um ein Quartett handelt ist egal, denn letztlich zählt die Musik und die ist im Fall von "Beyond All Light" überzeugend. Der Black Metal, den ANAGNORISIS spielen, erinnert manchmal an EMPEROR oder auch SUMMONING, verleugnet auch eine Nähe zu Kaskadien nicht, wird aber um ein paar Komponenten erweitert. Startet "Beyond All Light" mit 'Eulerian Path' noch konventionell mit Herzschlag-Drumming, Kreischgesang zu Hyper-Speed-Geblaste und angedeuteter Epik, bietet 'This Cursed Blood' rasantes hardcorig-angetrashtes Geprügel und hebt sich deutlich vom Opener, wie auch von den übrigen Songs ab, die allesamt von ihren stimmungsdichten Melodien leben. Mit 'Death Mimics Life' machen ANAGNORISIS dann von der Post Black Metal-Keule Gebrauch, die sie aus einer kaskadischen Waldhütte geklaut haben. 'Abyss' hüllen sie in einen depressiven Schleier, den auch die folgenden Songs nicht so ganz ablegen können, auch wenn er zu Beginn von 'Bountiful Godless Life' schon recht heftig im Wind flattert. Wie so viele Kapellen, schließen auch ANAGNORISIS ihre Scheibe mit einer kleinen Perle ab. 'Forever Night' macht mit rasanten Passagen, Keyboardepik und Wutvocals noch einmal alles richtig und das lyrische Konzept, das sich um die dunklen Seiten des Seelenlebens und um Religion dreht, wird hier noch einmal melodisch vielfältig ausgeleuchtet.

Auch wenn mir manches auf "Beyond All Light" vertraut vorkommt, ziehen mich ANAGNORISIS in ihren atmosphärisch-epischen Melodienstrudel, den sie mit brutalen Attacken kurzzeitig in wirbelnde Stromschnellen verwandeln, und lassen es knappe fünfzig Minuten sehr dunkel werden.


Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
Part I
01. Eulerian Path
02. This Cursed Blood
03. Death Mimics Life

Part II
04. Abyss
05. Bountiful Godless Life
06. Forever Night
Band Website: anagnorisis.com
Medium: CD
Spieldauer: 46:30 Minuten
VÖ: 23.07.2013

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28.07.2013 Beyond All Light(8.0/10) von grid

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