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Whitesnake - Made In Britain/The World Record

Review von des vom 07.07.2013 (2448 mal gelesen)
Whitesnake - Made In Britain/The World Record Mein Einstieg bei WHITESNAKE war Ende der 1980er "Slip Of The Tongue", die übrigens meine erste CD überhaupt war (davor gab's nur Tape und Vinyl). Gekauft hatte ich sie mir hauptsächlich, weil mich das an sich schlichte Cover angesprochen hatte. Soweit, so uninteressant; was ich damit sagen will, ist, dass ich somit die Blues-Phase von WHITESNAKE ausgespart habe und für mich die Jungs rund um David Coverdale immer Hardrock waren und nie Blues. Später wanderte noch "1987" in die Sammlung, bevor dann auch mit WHITESNAKE Schicht im Schacht war. Doch in der jüngeren Vergangenheit legt die Band wieder starke Aktivitäten an den Tag und auch das Band-Line-Up ist in der Band - die traditionell unzählige Besetzungswechsel mitgemacht hat - wieder relativ stabil. Mit Jeb Beach und Doug Aldrich ist ein Gitarrenduo in der Besetzung, das nun auch schon wieder 10 Jahre im Dienste der Schlange steht und den Bandsound maßgeblich prägt und vermutlich auch für den in den letzten Jahren eher heavy Sound mit verantwortlich ist. Und auch Trommeltier Tommy Aldridge ist bereits Urgestein zu nennen, wenn auch auf der vorliegenden Platte noch Zwischendurch-Drummer Brian Tichy zu hören ist.

Mit "Made In Britain/The World Record" legen Coverdale und Co eine weitere Liveplatte vor, die auf der 2011/2012er "Forevermore"-Tour entstanden ist. Auf dieser Tour wurden sämtliche 96 Shows - darunter 9 ausverkaufte Shows in den UK aufgezeichnet. Nach dem grandiosen "Live...In The Shadow Of The Blues" von 2006 und dem legendären 1980er Output, dem bluesigen "Live...In The Heart Of The City", hat man eigentlich nicht das Gefühl, eine weitere Live-Platte zu benötigen (und es gibt zusätzlich zu den genannten noch weitere Live-Veröffentlichungen). Aber "Made In Britain/The World Record" hat überraschend wenige Überschneidungen mit den beiden angeführten Scheiben. Klar, die wichtigsten Klassiker wie 'Here I Go Again' oder 'Fool For Your Loving' müssen einfach sein, doch auf der anderen Seite finden sich auf der Setlist viele neue oder weniger gespielte Nummern, die sich aber perfekt ins Gesamtbild einfügen. So ist 'Best Years' von "Good To Be Bad" ein würdiger Starter und fetzt ordentlich los. Auch das größte Highlight der Doppel-CD ist eine junge Nummer: 'Forevermore' mit seinem genialen Aufbau stellt das absolute Highlight dar - ich komme über den Track eigentlich nie drüber, ohne dass ich ihn mir ein zweites Mal anhören muss; unglaublicher Song. Für die Bluesfraktion gibt es unter anderem 'Ain't No Love In The Heart Of The City', aber auch auf der zweiten CD finden sich einige akustische Nummern wie das ohne instrumentale Begleitung vorgetragene 'Soldier Of Fortune'. Es wäre aber müßig, alle Highlights aufzuzählen; besonders spannend ist das mit einer etwas ungewöhnlichen Keyboard-Untermalung arrangierte 'Can You Here The Wind Blow' oder das etwas heavier gespielte 'Deeper The Love', das dem hartgesottensten Metaller die Tränen in die Augen drückt - toller Gesang! Beschlossen werden die beiden Platten dramaturgisch perfekt mit 'Still Of The Night' (CD1) und dem zum klassischen Repertoire zählenden PURPLE-Double 'Burn/Stormbringer'. In Summe bietet "Made In Britain/The World Record" somit einen guten Querschnitt aus alten Nummern und dem Besten aus der WHITESNAKE-Neuzeit.

Die Band spielt wahnsinnig tight und ziemlich heavy und sorgt für einen perfekten, wenn auch etwas raueren Sound. Coverdale singt, kreischt und brüllt sich die Seele aus dem Leib, irrsinnig emotional und auch gut unterstützt von seinen Bandkollegen im Background und auch das Publikum ist gut zu hören, was die Atmosphäre einer WHITESNAKE Show gut einfängt.

Live-Platten mag ich ohnehin. Die etwas härtere Ausrichtung der weißen Schlange steht ihr gut; bei der Songauswahl kann Coverdale aus dem Vollen schöpfen, keine Frage - "Made In Britain/The World Record" ist daher auch dann eine Bereicherung, wenn man schon eine ganze WHITESNAKE-Livesammlung im Schrank stehen hat. Wirklich stark!

des


Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
CD1
01. Best Years
02. Give Me All Your Love Tonight
03. Love Ain’t No Stranger
04. Is This Love
05. Steal Your Heart Away
06. Forevermore
07. Love Will Set You Free
08. My Evil Ways
09. Fare Thee Well
10. Ain’t No Love In The Heart Of The City
11. Fool For Your Loving
12. Here I Go Again
13. Still Of The Night.

CD2
01. Bad Boys
02. Slide It In
03. Lay Down Your Love
04. Pistols At Dawn
05. Snake Dance
06. Can You Hear The Wind Blow
07. Fare Thee Well
08. One Of These Days
09. The Badger
10. Deeper The Love
11. Soldier Of Fortune
12. Burn/Stormbringer
Band Website: www.whitesnake.com
Medium: DoCD
Spieldauer: 140:00 Minuten
VÖ: 05.07.2013

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