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Uncle Acid & The Deadbeats - Mind Control

Review von Dweezil vom 22.04.2013 (3156 mal gelesen)
Uncle Acid & The Deadbeats - Mind Control War das letzte Album "Blood Lust" schon schwer zugänglich, so ist "Mind Control" noch eine ganze Ecke kniffliger. Noch psychedelischer und verschachtelter, mit immerhin 4 Songs, die die Sechseinhalbminutenmarke knacken, gehen UNCLE ACID hier zu Werke und verlangen dem Hörer einiges ab. Bei mir hat es ca. 6 Durchläufe gebraucht, bis "Mind Control" so richtig gezündet hat und die Songs, irgendwo zwischen den BEATLES ('Follow The Leader') und ELECTRIC WIZARD (u. a. 'Mind Crawler' und 'Desert Ceremony'), ihren ganzen Charme entfaltet haben. Die Tatsache, dass das Album wie aus einem Guss klingt, sowohl aufgrund des (bei allem Abwechslungsreichtum und psychedelischer Experemtierfreude) sehr homogenen Songwritings, als auch wegen des durchweg hohen Standards (kein wirklicher Ausfall zu vermelden), macht es umso schwieriger herausragende Tracks zu nennen. Die Vorab-Single 'Poison Apple' ist definitiv ein solcher, ähnlich wie 'I'll Cut You Down' oder 'Thirteen Candles' auf dem Vorgänger. Die Single ist (wenig überraschend) auch einer der zugänglichsten Songs, nach genügend Durchläufen entdeckt man jedoch in so ziemlich jeder der neun Fuzz-Orgien neue, begeisternde Details. Sei es der Brocken von einem Opener, das siebenminütige 'Mt. Abraxas', das eigentlich alle UNCLE ACID Trademarks in sich vereint, oder das treibende, recht kompakte Stoner-Spektakel von 'Mind Crawler'.

Wie eingangs erwähnt geht man auf dem neuen Album etwas psychedelischer zu Werke, als auf dem doch recht rockigen Vorgänger. "Mind Control" versetzt einen, auch durch seinen Vintage-Sound, wieder zurück in die späten 60er, allerdings eher in ein Paralleluniversum, in dem Horrorvisionen aus schlechten Trips und Melancholie an Stelle von Flower-Power und Fröhlichkeit regieren. UNCLE ACID unterscheiden sich durch ihre größere Bandbreite an Einflüssen (BEATLES, BLUE ÖYSTER CULT, BLACK SABBATH, frühe PINK FLOYD, ELECTRIC WIZARD um nur einige zu nennen) angenehm von den zahlreichen PENTAGRAM/TROUBLE/ST. VITUS-Klonen, die durch die Vintage-Rock-Welle an die Oberfläche gespült werden. Natürlich gibt es auch bei letzteren einige sehr starke Newcomer (KADAVAR zum Beispiel), doch schaffen es UNCLE ACID durch ihr größeres musikalisches Spektrum eine ganz andere Faszination zu erzeugen, ja gar einen eigenen Stil zu kreieren. Besonders wegen letzterem Punkt kann ich ihnen noch eine große Zukunft prophezeien und allen Doom-Fans und Stonern, die die Exzentriker aus Cambridge noch nicht kennen, empfehlen, sich "Mind Control" schleunigst zuzulegen!

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Mt. Abraxas
02. Mind Crawler
03. Poison Apple
04. Desert Ceremony
05. Evil Love
06. Death Valley Blues
07. Follow The Leader
08. Valley Of The Dolls
09. Devil's Work
Band Website: www.uncleacidband.com/
Medium: CD
Spieldauer: 52 Minuten
VÖ: 15.04.2013

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