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Helker - Somewhere In The Circle

Review von EpicEric vom 13.03.2013 (2452 mal gelesen)
Helker - Somewhere In The Circle Soviel sei vorweg gesagt: HELKER machen keinen Einheitsbrei, zumindest nicht für Power Metal-Verhältnisse. Erster Gedanke, wenn der Opener 'Modern Roman Circus' vom Stapel rollt: Dio! Der Sänger, nicht die Band. Anstelle von erdigem Heavy Rock kriegt man hier nämlich - wie bereits erwähnt - Power Metal. Und gar nicht mal so modernen, wie der Titel es vermuten lässt. Das Riffing, wenn auch nicht von Januar '86 wegexhumiert, hat doch einen gewissen archaischen Charme inne und strebt so erfrischend dem momentanen Genretrend, die Grenze zum modernen Breakdownmetal verschwimmen zu lassen, entgegen. Bestens hörbare Kost also, wenn als Opener auch etwas deplatziert, da die großen "Aha"-Momente fehlen.
Der nächste Song heißt 'Just Be Yourself' - ganz furchtbar! Lyrisch, wohlgemerkt, vom Songwriting macht der schon mehr her als der Vorgänger, aber der Text ist, wie der Titel es schon nahelegt, so endkitschig, dass man fast allein vom Zuhören Diabetes kriegt.

"Somewhere In The Circle" ist schon das vierte Werk der seit 1998 aktiven Argentinier, die es bisher irgendwie geschafft haben, unter meinem Radar hinwegzuhuschen. Nicht wirklich verdient, wie ich anmerken möchte, denn bei all der Zuckerwatte und den Regenbögen, die zeitweise (!) aus den Boxen schießen, ist ein anständiges Maß an Qualität kaum von der Hand zu weisen! Hin und wieder fühle ich mich an nicht-ganz-so-alte EDGUY erinnert, auch Parallelen zu den Franzosen NIGHTMARE lassen sich erahnen.

Dass der Power Metal, der hier gespielt wird, europäischer Prägung ist, stand eh nie zur Debatte. So darf sich der geneigte Hörer etwa bei 'Begging For Forgiveness' an einem Duett mit PRIMAL FEAR-Sirene Ralf Scheepers erfreuen. Nach genauerer Recherche, ob das nicht doch ex-JUDAS PRIESTer Ripper Owens ist, der da singt, stellte sich heraus, dass da tatsächlich beide am Werk sind. Macht aber auch keinen Unterschied. Die wuchtige Powerballade kann jedenfalls überzeugen und gibt auch die Marschrichtung für den folgenden Song an. 'Wake Up' ist ein so elendig unpoppiger Ohrwurm mit monströsem Refrain, bei dem die Repeat-Taste verdammt lecker aussieht.

Bei 'At The End Of The Journey' wird's wieder 'nen Tacken schneller, richtig knorke wird es aber erst wieder, wenn bei 'Ghosts From The Past' das Tempo gedrosselt wird. Wieder eine balladeske Note und ein herausragendes Feeling für Harmonien seitens des Songwriters. 'Inside Of Me' ist zwar ein Filler, schreit in Leadriff und Solo aber geradezu EDGUY. Bleibt noch der Rauswerfer 'Dreams', der wieder die weniger energetische Schiene einschlägt, aber trotz mangelnder Härte eine klasse Komposition für sich darstellt.

Was HELKER auf "Somewhere In The Circle" fabrizieren, lässt einen am nächsten Tag nicht seinen Nacken verfluchen, macht aber den Eindruck eines runden, großartig komponierten Stücks Power Metal. In diesem Sektor kam mir jedenfalls wenig Besseres unter.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Modern Roman Circus
02. Just Be Yourself
03. No Chance To Be Reborn
04. Begging For Forgiveness
05. Wake Up
06. At The End Of The Journey
07. Ghosts From The Past
08. Still Alive
09. Flying
10.Inside Of Me
11.Dreams
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 46 Minuten
VÖ: 15.02.2013

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