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Rings Of Saturn - Dingir

Review von Baterista vom 25.02.2013 (2095 mal gelesen)
Rings Of Saturn - Dingir Als ich die Redaktions-Kurzbeschreibung in unserem Promo-Pool gelesen habe, war ich gleichzeitig amüsiert und interessiert. Im Nachhinein betrachtet trifft es besagte Kurzbeschreibung ziemlich genau: Das unvorbereitete Hören dieser Scheibe hinterlässt Knoten in den Hirnwindungen ... zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie RINGS OF SATURN.

Math Brutal Space Metal könnte man das wohl nennen. Die Palette reicht von nervtötend bis geil, wobei Ersteres überwiegt. "Dingir" ist bereits das zweite Album der blutjungen Herrschaften aus der San Fran Bay Area. Die Mucke klingt für meine Ohren als hätten STRAPPING YOUNG LAD und NECROPHAGIST ein paar Songs zu einer STAR WARS-Verfilmung beigesteuert und dabei gleich noch zwei Schippchen drauf gelegt. Technisches Gefuddel in wahnsinniger Geschwindigkeit, brutal bis der Arzt kommt und voller merkwürdiger, nerviger, disharmonischer Töne. In etwa so könnte sich ein SciFi-Regisseur wohl den galaktischen Metal der Zukunft vorstellen. Allerdings sind wir in der Gegenwart und auf der Erde und da fällt es mir streckenweise doch eher schwer, hier in Begeisterungsstürme auszubrechen. Was mir besonders auf die Nerven ging, war der Snare Sound. Durch die hohe Geschwindigkeit klingt es mitunter, als hätte man Maschinengewehrsalven mit schrägen Riffs aufgepeppt und vertont. Das hätte man soundtechnisch auch anders lösen können.

Vom Anstrengungs-Faktor (hoch) mal abgesehen, gibt es auch ein paar geile Riffs und Parts. Aber technikverliebt hin oder her, der Kram ist schwer verdaulich. Je nach Tagesform schwankt man zwischen beeindruckt sein, unfreiwilliger Komik (Nintendosounds) und extrem genervt sein. Dass die Jungs auch mal den Fuß vom Gaspedal nehmen können, zeigen sie mit dem letzten Stück 'Utopia'. Diesen Song finde ich am besten gelungen. Er ermöglicht dem ansonsten etwas überforderten Hörer unter anderem zu erkennen, wie gut die Jungs ihre Instrumente eigentlich beherrschen. Das lässt sich bei der Durchschnittsgeschwindigkeit von RINGS OF SATURN nämlich kaum heraushören. Das menschliche Gehirn muss wohl noch etwas üben, bis es reif ist für so viel Space im Metal.

Fazit: Schneller, brutaler, härter? Wenn es derzeit eine Band gibt, die versucht alle vorhandenen musikalischen Extreme noch weiter an ihre Grenzen zu bringen, dann sind es wohl RINGS OF SATURN. Gut, wenn man mördermäßig (!!) angepisst ist. Schlecht, wenn man Kopfschmerzen hat. Wem der moderne Metal gar nicht brutal und extrem genug sein kann, der ist hier gut aufgehoben. 7 Punkte. Anspieltipps: 'Hyperforms' / 'Utopia'




Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Objective To Harvest
02. Galactic Cleansing
03. Shards Of Scorched Flesh
04. Dingir
05. Faces Imploding
06. Peeling Arteries
07. Hyperforms
08. Fruitless Existence
09. Immaculate Order
10. Utopia
Band Website: www.facebook.com/RingsofSaturnband
Medium: CD
Spieldauer: 41:18 Minuten
VÖ: 05.02.2013

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