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Vandroya - One

Review von Contra vom 18.01.2013 (1987 mal gelesen)
Vandroya - One Es gibt unfassbar schlechten Power Metal. Es gibt auch unfassbar schlechten Metal im weiblich vorgestandenen Bereich. Und es gibt unfassbar schlechten Metal aus portugiesischsprachigen Ländern. VANDROYA sind nichts davon. Als ich Logo, Albumtitel und Tracklist sah, wollte ich die vier Herren plus Frau direkt in die Schublade "1.000 andere durchschnittliche Power Metal-Bands" stecken, aber die Brasilianer sind für mich die Entdeckung des Jahres. Ja, ich weiß, es ist Januar. Aber erstens kam "One" in Japan schon im Dezember 2012 raus und zweitens ist mir das völlig egal. Entdeckung des Jahres, Punkt.

Zur Sache: VANDROYA kommen schon seit 2001 aus Sao Paulo, veröffentlichen 2005 ihre erste EP "Within Shadows" und jetzt auch endlich ein echtes Album. Jenes ist ein Beweis für die These "Gut Ding will Weile haben", denn es ist sowohl gut, als auch Ding. Das Intro 'All Becomes One' ist noch relativ unscheinbar, aber als der Opener 'The Last Free Land' losballert, will ich mir spontan einen gewaltigen Ventilator aufdrehen, damit meine Haare angemessen wehen können. Die Instrumentalpassagen sind vergleichsweise lang, was durchaus seinen Reiz hat, da die Saitenjockeys ihren Job exzellent verstehen. Der Star des Abends ist allerdings Frontkehlchen Daisa Munhoz, die einfach mal locker sämtliche Kolleginnen - von Tarja Turunen bis Cristina Scabbia und Liv Kristine sowieso - einhändig in die Tasche steckt. Glasklar, trotzdem druckvoll und manchmal gar ein wenig dreckig passt der Gesang perfekt zum Gitarren- und Schlagzeugfeuerwerk, in dem der Bass leider ein klein wenig untergeht. Das Songwriting hakt pflichtbewusst sämtliche Standards und Klischees des Power Metal ab, baut ein wenig progressive Elemente, ein paar ruhigere Abschnitte und wohldosierte Keyboardpassagen ein und drischt ansonsten durch, dass es eine Freude ist. Selbst an so richtigen Kacktagen schmierten mir VANDROYA noch ein Grinsen ins Gesicht und Adrenalin ins Blut. Selbst die Ballade 'Why Should We Say Goodbye' mausert sich hintenraus noch zum Arschtritt. Allerdings hat "One" durchaus auch ein paar kleine Macken. VANDROYA nennen eine überragende Sängerin ihr Eigen, zaubern aber im letzten Albumdrittel noch einen zweiten Sänger aus dem Hut. Der kommt nur ein paar Mal zum Einsatz und ist gar kein totaler Totalausfall, kommt aber aus dem Nichts und kann das Gesamtbild nur herunterziehen. Auch wirkt der Sound fast ein bisschen zu glatt gebügelt, in Ansätzen gar poppig und die Midtempo-Songs fallen gegenüber den energiegeladenen Brechern ein bisschen ab. Das alles führe ich nur an, um überhaupt irgendwas zu meckern zu haben.

Ich gestehe: Ich höre DRAGONFORCE beim Laufen, weil ich dann ganz einfach schneller bin. Jetzt höre ich VANDROYA. Die Brasilianer schaffen es, alles Gute am Power Metal zu stapeln, viel Schlechtes wegzulassen und legen dabei eine fantastische Gratwanderung zwischen Komplexität und Eingängigkeit, zwischen Bewährtem und Einfallsreichtum hin.

Anspielen: 'The Last Free Land', 'Within Shadows', 'Change The Tide'

Gesamtwertung: 9.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. All Becomes One
02. The Last Free Land
03. No Oblivion For Eternity
04. Within Shadows
05. Anthem (For The Sun)
06. Why Should We Say Goodbye
07. Change The Tide
08. When Heaven Decides To Call
09. This World Of Yours
10. Solar Night
Band Website: www.vandroya.com
Medium: CD
Spieldauer: 52:36 Minuten
VÖ: 18.01.2013

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Wie geil ist denn 'Why Should We Say Goodbye'? Auch 'Change The Tide' ist echt geil, und insgesamt läuft einem das Album echt gut rein! Klasse!
8/10   (02.02.2013 von Jukebox)

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