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Deadly Carnage - Sentiero II: Ceneri

Review von Akhanarit vom 07.01.2013 (1875 mal gelesen)
Deadly Carnage - Sentiero II: Ceneri DEADLY CARNAGE aus dem sonnigen Italien bieten auf ihrem zweiten Full-Length sechs Songs, die in erster Linie dem Black Metal zuzuordnen sind. Da "Sentiero II: Ceneri" bereits 2011 erschien, ist mir die Relevanz eines Reviews im Jahre 2013 zwar schleierhaft, soll mich aber nicht weiter davon ablenken, den Italienern eine vernünftige Rezension zukommen zu lassen.

Direkt mit den Opener nordet man die Hörerschaft auf den richtigen Kurs ein, bietet aber abgesehen von der wahrhaft gefühlvoll gespielten Leadgitarre und dem erstklassigen Drumming von Schlagwerker Marco wenig Handfestes, welches die Hörer nach dem Genuss von "Sentiero II: Ceneri" erneut zur Play-Taste treiben dürfte. Dies liegt nicht in erster Linie am Abwechslungsreichtum der Scheibe an sich (Das ist hier ohne Umschweife gegeben!), sondern vielmehr an der Produktion des Liedgutes. Als hätte man bei den Aufnahmen jegliche Pegelspitzen einfach abrasiert, läuft die Musik ohne Aha-Momente aus den Boxen und muss folglich ohne ein Quäntchen Dynamik ein Schattendasein fristen. Dies geht besonders zu Lasten des Schlagzeug-Sounds, der trotz hochwertigem spielerischem Könnens stumpf und leblos erscheint und somit die ganze Platte nach unten zieht. Um einiges besser hat man hier den Leadgitarrensound einfangen können. Neben 'Guilt Of Discipline' weiß auch 'Growth And New Gods' mit seiner flirrenden Lead-Melodie zu überzeugen, die man in der Form auch nicht gerade oft vorgesetzt bekommt. Lecker! So sehr, dass DEADLY CARNAGE sogar ein Video zu dem Track kreiert haben, welches sich Interessierte auf YouTube anschauen/anhören können. Der Rest des Albums wird von leicht uninspiriertem Black Metal von der Stange (handwerklich nicht schlecht, aber z.B. mit IMPERIUM DEKADENZ, um nur eine Combo zu nennen, die soundtechnisch ähnlich gelagert ist, können sich DEADLY CARNAGE noch lange nicht messen), einigen Ausflügen in progressivere Gefilde sowie vereinzelten Neo-Folk-Versatzstücken durchzogen.

Besonders spannend (und das hauptsächlich wegen des krassen Stilbruchs) ist dafür der letzte Song 'Ceneri' geworden. Dieser kommt in Gänze ohne harsche Momente aus und geht auf Anhieb als Ballade durch. Nahezu meditationsartig gibt es cleane Gitarrenzupfereien, begleitet von ebenfalls cleanen (italienischsprachigen) Lyrics sowie schmeichelnden Keyboards. Als reines Stück Musik in der Tat wunderschön, nur in diesem Albumkontext ganz schön deplatziert. Man muss schon einen weiten Black Metal-Horizont sein Eigen nennen können, um ernsthaft komplett Gefallen an "Sentiero II: Ceneri" zu finden. Bei mir privat wird wohl über kurz oder lang nur der chillige Rausschmeißer Gehör finden. Wenn klirrende Kälte auf einem Black Metal-Album für euch kein zwingendes Muss ist, macht euch einfach selbst mal ein Bild von DEADLY CARNAGE und checkt die Band auf YouTube an. Puristen können sich das allerdings sparen.

Gesamtwertung: 5.5 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Guilt Of Discipline
02. Parallels (Hands Wide Open - Hope - Coal Of Man)
03. Epitaph Part I
04. Epitaph Part II
05. Growth And New Gods
06. Ceneri
Band Website: https://www.facebook.com/DeadlyCarnage/
Medium: CD
Spieldauer: 41:46 Minuten
VÖ: 00.00.0000

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