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Etecc - Volition

Review von Stormrider vom 06.01.2013 (2200 mal gelesen)
Etecc - Volition ETECC kommen aus Wolfsburg. Sie könnten aber auch aus der Bay Area Anfang der 90er kommen. Denn nach der kurzen Irreführung im Opener, der für einen Moment ein Core-Album erwarten lässt, regiert Old School Thrash der sich stark am früheren Schaffen von METALLICA, PANTERA und TESTAMENT orientiert, an manchen Stellen vielleicht einen Tick zu stark. Die Vocals lehnen sich in der Phrasierung teilweise doch schon sehr an James H. an, zumindest dann, wenn sie im melodiösen Bereich angesiedelt sind. Aber auch die Saitenfraktion hat genau zugehört. Ein "Kill 'Em All"-Shirt und eine weiße Explorer (wenn auch nicht von Gibson) lassen weiterhin keine Fragen zu den Einflüssen offen. Natürlich ist das Jammern auf hohem Niveau, denn was das Quartett auf seinem Debütalbum abliefert ist aller technischen Ehren wert. Da gibt es nichts dran zu meckern, jeder weiß, was er auf seinem Instrument tut. Das ist ohne Zweifel schon jetzt internationales Niveau. Gleiches gilt für die Produktion, die fett drückt und ebenfalls keinen Vergleich scheuen braucht. Hier wird ein moderner Touch mit genügend warmen Druck geboten, der sofort die Nackenmuskulatur durchblutet.

Soweit also alles bereitet für ein grandioses Thrash-Mahl. Eigentlich schon. Lediglich ein Punkt fällt über die Dauer der Spielzeit auf. Nämlich dass die Niedersachsen es noch nicht schaffen, ihren Songs jeweils einen eigenen Stempel aufzudrücken. Das Songmaterial wirkt doch ziemlich gleichförmig, und das Strickmuster wird erst in den letzten beiden Songs durch ein Akustik-Intro aufgebrochen und das Tempo etwas verschleppt. Diesen Aufbau kennt man von den Heroen natürlich auch, insofern ist dies auch keine wirkliche Überraschung. Für den Albumfluss wäre es vielleicht förderlich gewesen, hier den Spannungsbogen der zehn Abrissbirnen anders aufzubauen. Denn wer auf diese Art Musik steht, der ist es auch noch gewohnt, sich ein Album mal am Stück anzuhören und nicht nach einem Song wieder die Band zu wechseln.

Wenn ETECC es schaffen, zukünftig ihren Songs mehr Alleinstellungsmerkmale zu spendieren, dann hat die Band alles was es braucht, um die Flamme der frühen 90er weiterzutragen. Hier kann man moshen, springen, bangen und die Luftgitarrensaiten nach Lust und Laune malträtieren. Starker Einstand, der dennoch Luft nach oben bietet, aber das ist bei den genannten, und offensichtlichen, Vorbildern natürlich auch ein hoher Vergleichsmaßstab.

Ich habe mich mit der Benotung hier etwas schwer getan, da ETECC auf "Volition" schon eine Menge richtig machen, und technisch wäre zweifelsfrei eine höhere Bewertung gerechtfertigt. Da aber am Ende doch die Spannung innerhalb der Songs über die Langlebigkeit eines Albums entscheidet, und ich hier zukünftig noch einen Qualitätssprung erwarte, habe ich mich für eine 7,5 mit Tendenz nach oben entschieden. Fans, denen Abwechslung auf einem Thrash-Album nicht so wichtig ist, und die eine vernünftige Abrissbirne suchen, addieren bitte noch einen weiteren Blutstropfen!

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. On Standards's Leash
02. I Am The Light
03. Vasion
04. The Roof Of Nonsense
05. Creed On Demand
06. A Valuable Insight
07. Dementia
08. Abso - Motherfuckin' - Lutely
09. Arctic Shroud
10. Shifiting Sands
Band Website: www.etecc.eu
Medium: CD
Spieldauer: 57:41 Minuten
VÖ: 07.12.2012

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06.01.2013 Volition(7.5/10) von Stormrider

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