Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2020
70000 Tons Of Metal 2020

A Sinister Purpose 2020

Hell Over Hammaburg 2020

No More Fear - Mad(e) In Italy

Review von Contra vom 05.01.2013 (2201 mal gelesen)
No More Fear - Mad(e) In Italy Italien ist ja in erster Linie bekannt für Fußball, Power Metal und Essen. Und nur Letzteres lässt sich schmerzfrei ertragen. Um diese Regel nachhaltig abzuschaffen, musizieren seit 1996 in einem kleinen Kaff in den Abruzzen fünf Herren unter dem herrlich nichtssagenden Namen NO MORE FEAR. Das Endprodukt ihres musikalischen Schaffens hat mit Power Metal herzlich wenig zu tun. Mit Fußball und Essen glücklicherweise auch nicht. Im Gegensatz zu einer richtig guten Pizza oder den Eskapaden diverser italienischer Rasensportler tut es sich allerdings verdammt schwer, in Erinnerung zu bleiben.

"Mad(e) In Italy" ist jetzt aber auch kein Albumtitel, der es einem leicht macht. Gemeinsam mit dem Skelettmafioso auf dem Cover und den teilweise in Italienisch gehaltenen Songtiteln weckt das eine Erwartung. Aber woran eigentlich? Wie habe ich mir authentisch italienischen Melodeath vorzustellen? Das Mafiafeeling jedenfalls bekommen NO MORE FEAR ganz gut rüber. Im gesprochenen Intro eröffnet eine an Vito Corleone erinnernde Stimme: "This is not a happy tale", bevor es mit dem Opener '150 Years' losgeht. Die Riffs sind nett, der Sound gut, das Songwriting erinnert ein wenig an die schwereren Geschütze der Marke OPETH, mit leichtem Technical Death-Einschlag. Allerdings nehmen NO MORE FEAR es sich mehr als einmal zu oft heraus, seltsame Stilspielchen einzubauen, was ein wenig den roten Faden des Albums entzwirbelt. Das tut den ohnehin schon wenig eingängigen Songs nicht gut. Abgrundtief nervig sind allerdings nur die - zugegebenermaßen seltenen - Ausflüge in Black Metal-Gefilde, in denen der ansonsten angenehm raue Gesang urplötzlich ins Gekreische abkippt. Das will nicht ein einziges Mal anständig zur Musik passen und zerfasert den eben genannten roten Faden vollends. Geschicktes Einbauen von genrefremden Elementen kann zu einem Alleinstellungsmerkmal führen. Im diesem Falle führt es allerdings maximal zu Kopfschmerzen.

Schlecht ist "Mad(e) In Italy" definitiv nicht. Aber eben auch nicht gut. Es hat ein ganz großes Problem: Es bemüht sich redlich, ist aber vollkommen unspektakulär. Es ist der 13. Platz der Bundesligatabelle, die zwei Arbeitstage zwischen Weihnachten und Neujahr, das Krombacher, getrunken nach einem Pilsner Urquell. Es ist bereits das dritte Album der Italiener, was ja für eine gewisse Daseinsberechtigung spricht. Schaut man sich aber das Label etwas genauer an, merkt man allerdings, dass es sich im Besitz eines gewissen Davide Rosati befindet, der in den Liner Notes des Albums als Basser auftaucht. So viel zum Thema, das dritte Album sei ein "make it or break it", NO MORE FEAR können vermutlich noch jahrelang auf dem jetzigen Niveau herum dümpeln. Schade, ein paar nette Ansätze sind da. Mehr aber auch nicht. Immerhin enthält der Bandname drei Wörter und trotzdem kein "of". Glückwunsch dazu.

Anspielen: 'Ass E Mazz'


Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. 150 Years
02. Taranthell
03. Ass E Mazz
04. Cemento Armanto
05. Intrigues, Scams and Magnificent Horror
06. Don Gaetano
07. Southern Spirit
08. A Choice
09. Immota Manet
Band Website: www.nomorefear.it
Medium: CD
Spieldauer: 48:53 Minuten
VÖ: 03.12.2012

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

05.01.2013 Mad(e) In Italy(6.5/10) von Contra

27.12.2016 Malamente(4.5/10) von T.Roxx

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!