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Bleeding - -untitled-

Review von Warlord vom 01.08.2012 (3419 mal gelesen)
Bleeding - -untitled- BLEEDING hat der Chef recht humorig angekündigt und er verzeiht mir hoffentlich die kleine Indiskretion, wenn ich hier die volle Akte im Originalton veröffentliche: "Nach einem PSYCHOTIC WALTZ-Konzert haben sich drei Musiker spontan zusammengefunden, um ebenfalls dunkle Musik zu machen. Nicht ganz so hypnotisch wie die Vorbilder, aber auf einem interessanten Weg (Interne Infos: Allein wegen des Bandnamens mussten wir diese Direktzusendung mit reinnehmen ;) )". Ich kenne PSYCHOTIC WALTZ nur von ihrem Debüt, das in Metalkreisen Kultstatus besitzt, mich selbst aber damals nicht vom Hocker gerissen und teilweise sogar genervt hatte. Damals hörte ich noch nicht so viel Progressive Rock und WATCHTOWER mochte ich auch nur ein bisschen auf ihrem Debüt, während ich "Control And Resistance" für ziemlich unhörbar hielt. Zeit also, meine Aufmerksamkeit einer Band zu schenken, die den Namen einer anderen ziemlich auffällig in ihrer Info verwendet.

BLEEDING kommen aus dem beschaulichen Städtchen Stade bei Hamburg. Die Band besteht aus drei nicht unbeschriebenen Blättern (deren Voraktivitäten mir aber allesamt unbekannt sind), die sich "vocals, keys , guitars, bass und programming" teilen. Als Metal-Projekt verstehen sie sich und das kann ich nur unterschreiben: METAL ist das tatsächlich, und zwar teilweise ganz schön hart, (techno)thrashig, aber auch mit ruhigen Passagen in der Bandhymne 'Bleeding'. Hier fallen sogar die synthetischen Drums kaum auf. Die Vocals sind gelungen, hoher und tiefer Gesang kombinieren sich schön in der Strophe. Zweistimmige Gitarrenlinien und ein toller Schluß runden den sich episch schleppenden Song ab. Ein kleiner Hit ist den Hamburger Jungs da gelungen, alle Achtung für eine Produktion aus dem heimischen Arbeitszimmer. Man merkt die Steigerung zu den zwei vorherigen Songs und die Erklärung liegt in der chronologischen Abfolge nach Entstehungszeit der Songs. Dann müsste der letzte Song ja der Beste sein. Diesmal im Uptempo-Bereich gehalten, sind die Drums nun sehr gut gelungen. Da können sich RUNNING WILD wohl 'ne Scheibe abschneiden (aber um die soll's hier nicht gehen). Eine nette Highspeed-Thrash-Passage taucht dann auf, bei der das Gesangstempo abgefahren ist, der Gesang gefällt mir aber insgesamt hier nicht so gut. Eigenwillig ist die Stimme aber allemal, an irgendeine andere Band erinnert mich das immer wieder, waren das etwa SECRECY?. Eine ordentliche Heavy-Metal-Nummer ist 'Souldancer' aber allemal und der Klang der Band ist wirklich kaum vergleichbar. Noch einmal rückwärts geschaut. Titel Nr. 2 heißt 'Voices' und bietet Thrash mit einer ruhigen Synthesizerpause, bevor die Nummer mit (wieder) zweistimmigem Gesang (sehr gelungen im Refrain) weitermarschiert. Eine wirklich ordentliche Solo-Passage und der Thrash vom Anfang kehrt wieder. 'Voices' ist ein guter Song, den man vielleicht um eine Minute hätte kürzen können, für eine Heimproduktion aber, das sei nochmal gesagt, sehr beachtlich. Und den Gesang kriegte man ja auf den späteren Titeln sogar noch besser in den Griff. Bleibt noch der erste und längste Titel des Projekts, das im Moment auf der Suche nach Gastmusikern an Schlagzeug und Bass zwecks Live-Auftritten ist. 'Tempest Of Colours' startet mit einem schleppenden und vertrackten Schlagzeugrhythmus und passendem Geschrubbe, bevor ein "majestätisches" Riffs und orientalisch angehauchter Gesang in eine Art Rumpel-Thrash mit dem Riff UND Geschrubbe münden. Das wirkt etwas unbeholfen, aber es waren ja auch die Anfänge. Das Computerschlagzeug klingt hier fast wie Phil Taylor auf 'Overkill', merkwürdig! Ein ebenso unbeholfener "Blast"-Teil mündet in einen "Comedy/Fun"-Thrash-Part, bevor in "Kraut-Rock"-Gefilden gewildert wird. Eine abenteuerliche Mischung und sicher der kauzigste Titel. Sowas verbindet man wohl mit MANILLA ROAD oder Konsorten, von denen ich damals auch nach Kostproben die Finger ließ. Nette Episoden sind hier sicherlich vertreten und ein Beweis für die goldene Regel "Weniger ist manchmal mehr" ist der Song allemal.

Fazit: Eine (auch verpackungsmässig) schöne EP haben die Jungs von der Waterkant hier vorgelegt. Der Metalkenner mit Vorliebe für Anspruchsvoll-Kauziges sollte hier (für läppische 5 Euro plus Porto) unbedingt ordern, bevor die Auflage von 300 Stück ausverkauft ist. Alle anderen laden bei Bandcamp runter und hören dabei RUNNING WILD oder weniger berühmte Hamburger Kapellen.


Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Tempest Of Colours 6:41
02. Voices 5:05
03. Bleeding 4:59
04. Souldancer 5:33
Band Website: www.facebook.de/bleedingband
Medium: Demo CD
Spieldauer: 22:21 Minuten
VÖ: 30.06.2012

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01.08.2012 -untitled-(8.0/10) von Warlord

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