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The Outside - The Outside

Review von Kex vom 19.07.2012 (1571 mal gelesen)
The Outside - The Outside Was erwartet man bei der Bandbesetzung mit einem Bassisten, einem Schlagwerker, einem Gitarristen und einem Sänger? Manches Mal sicher eine Band, die auf Oldschool macht, es aber nicht hinbekommt, Sänger und Gitarristen in einer Person zu vereinen. THE OUTISIDE aus Berlin schaffen es mit dieser Besetzung, Thrash Metal mit einer fetten Portion Rhythmus und viel Melodie zu vereinen, ohne dabei schwülstig zu klingen. Mit ihrem selbstbetitelten Debüt "The Outside" folgt der gleichnamigen Demo von 2009 nun das Album in voller Länge.

Alle drei Tracks dieser Demo finden sich nun auch auf dem Erstling, zusammen mit sieben weiteren Songs. Das erste, was mir beim Hören auffiel, war die stimmliche Nähe von Roland Marx zu NEVERMORE-Frontmann Warrel Dane. Insgesamt scheint der Mix der viel beworbenen kulturellen Lateinamerikanischen und Orientalisch/Türkischen Einflüsse "The Outside" zwar einen andersartigen Touch zu verleihen. Dabei höre ich aber weniger Elemente unterschiedlicher Kulturkreise heraus, sondern vielmehr einen progressiv orientierten Stil, der mich sehr an NEVERMOREs eher getragenen Song 'Believe In Nothing' erinnert. Gerade hier weicht die Erwartung, die der Werbetext suggerierte, angenehm ab. Schlagwerker Alberto Altalah macht bei jedem Song deutlich klar, dass er Rhythmus und komplexe Ausbrüche gepachtet hat, während in Kombination mit schwergängigem Riffing und tiefem Gesang, schwankend zwischen klarer und rauer Intonation, die nötige Melodie verleiht, um sich den Songs hingeben zu können. Insbesondere 'Impurity' punktet hier mit einem Groove, der mich umgehend dazu verführt, die Matte zu schwingen. 'Spores Of Greed' knüpft in ähnlichem Stil an, ohne wie eine billige Wiederholung zu klingen. Dabei ist insbesondere der Refrain recht eingängig.

Einen Blick gilt es in jedem Fall auch auf die Texte der Band zu werfen. Hier wird Kritik an globalen Zusammenhängen wie Nahrungsmittel- und finanzielle Ressourcenverteilung geübt. Auch der Eingangssong 'Empire' regt durchaus zu philosophischen Gedankengängen über wahre Freiheit an. THE OUTSIDE erfinden das Rad dabei sicherlich nicht neu, füllen aber durchaus angenehm die Lücke, die NEVETMORE mit ihrem derzeit unklaren Status hinterlassen haben. Dabei klingen die Berliner nicht nur wie die Amerikaner. An der Gitarre wird weniger gefrickelt, im Gesang werden durchaus andere, mal sehr nachdenkliche, dann wieder recht fatalistische Stimmfärbungen eingesetzt, vorherrschend ist das Midtempo.

Fazit: THE OUTSIDE bedienen weniger die sparte Oldschool Thrash Marke SODOM (wenngleich mit diesen Herren bereits getourt wurde), sondern bringen durch Melodie und variabler Rhythmik durchaus moderne, progressive Elemente in dieses Genre mit ein. Fans von NEVERMORE sollten in jedem Fall ein Ohr riskieren, aber auch TESTAMENT- oder SANCTUARY-Freunde.

Anspieltipps: 'Blood Runs Black', 'Impurity'

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Empire
02. The Worm
03. Revolt Of Reason
04. Blood Runs Black
05. My Revolution
06. Impurity
07. Spores Of Greed
08. We Are Sin
09. Perfect Reign
10. The Strench
Band Website: www.the-outside.net
Medium: CD
Spieldauer: 42:38 Minuten
VÖ: 15.06.2012

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19.07.2012 The Outside(8.0/10) von Kex

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