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Phobia - Remnants Of Filth

Review von Warlord vom 01.07.2012 (3026 mal gelesen)
Phobia - Remnants Of Filth PHOBIA sind eine Oldschool-Grindcore-Band, die bereits im Jahr 1990 vom einzig verbliebenen Ur-Mitglied Shane MacLachlan (Vocals (live), Guitar/Bass/Vocals (studio)) gegründet wurde. Schon damals hatte ich die Band (von einem RELAPSE-Sampler) auf dem Schirm, ihr Stil erinnerte an glorreiche Zeiten mit NAPALM DEATH und TERRORIZER, was wiederum bedeutet: kein unhörbares Gekloppe und Gerülpse mit Porno/Gedärme-Texten (schlimmstes prominentes Beispiel: MORTICIAN), sondern knalliger Polit-Grind. Kurze und heftige Songs, selten über anderthalb Minuten, die trotz nicht zu vermeidender Monotonie öfter mal aufhorchen lassen. Dazu kommt eine ordentliche und klare Produktion, eben in der Qualität der beiden Vorbilder (und nicht im "wir schmeißen jetzt mal unsere Verstärker und das Drum-Kit um"-Black-War-Metal-Klangmatsch). Die Band ist nun beim famosen WILLOWTIP-Label angekommen, das sich "anspruchsvollen" Death-Metal und Grindcore auf die Fahnen geschrieben hat (auf der Website gibt es jede Menge Hörproben in Form von kostenlosen MP3s, sehr empfehlenswert). "Remnants Of Filth" kommt nun als neues "Album" daher, die 18 Attacken bringen es auf knapp 20 Minuten Spielzeit. Mir persönlich genügt das in diesem Genre, 40 Minuten wären dann doch zu anstrengend. Musikalisch war in dieser Sparte ja schon Anfang der 90er alles gesagt, die limitierte Musik bietet einfach kaum andere Möglichkeit, als sich selbst in einer fast endlosen nostalgischen Schleife selbst zu wiederholen. Diese (für mich) extremste Art des Metals wurde in TERRORIZERs "World Downfall" zu einem (wiederum für mich) einsamen Höhepunkt geführt, später machten NASUM aus dem vorhandenen Material (neben zahllosen Split-Singles) immerhin noch vier mehr als ordentliche Scheiben. Innovationen muss man deswegen mit der Lupe suchen, aber PHOBIA schaffen es sehr gut, mit ein paar (Crust-)punkigen, stellenweise gar ins rockige übergehenden Passagen für etwas Abwechslung im ewigen Geschrote zu sorgen.'Resolution' verbindet Hochleistungs-Blast (man achte mal auf die famosen Drums) mit Gang-Shouts und Noise-Passagen, hier wird das TERRORIZER-Niveau erreicht (und nicht nur da). Fast jeder Song bietet ruppige Hochgeschwindigkeit, die aber des öfteren mal (wenn auch nur kurz) durch schleifende langsame Riffs aufgelockert wird. Mit dem schwer schwingenden 'Resuscitate' streift man die Grenze zum krachigen (Doom-Death) Metal, bevor zum Schluss noch einmal eine mit technisch etwas komplizierteren Gitarrenlinien bestückte Granate abgefeuert wird.

Fazit: Ich würde es so formulieren: wenn man dieses Jahr nur ein einziges Grind-Album kauft, dann bitte doch PHOBIAs "Remnants Of Filth". Nicht von der kurzen Spielzeit abschrecken lassen, man kann die Scheibe auch durchaus zweimal hören, dann ist sie doch auch 40 Minuten lang. Keinen Deut schlechter als jedes NASUM-Album kann man die Platte jedem Death-Grind- und toleranten Allround-Metaller wärmstens empfehlen. Ich wüsste nicht, wie man das noch besser gestalten könnte. Der Punktabzug erfolgt lediglich aufgrund der Tatsache, dass es 'From Enslavement To Obliteration' und 'World Downfall' schon gibt, ansonsten alle Daumen hoch.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Assertion To Demean 1:29
02. Contradiction 1:04
03. Submission Hold 1:06
04. Plagued By The System 0:40
05. Dementia Having Overdose 0:59
06. Got The Fear 0:29
07. Infraction Of Pride 1:18
08. Resolution 1:33
09. Let It Go 0:56
10. Deaden To Believe 1:23
11. Vengeance Will Be Mine 0:55
12. No Sympathy For The Weak 0:57
13. Freedom Isn't Free 0:45
14. Atrocious Atrocity 1:06
15. Filthy Fucking Punks 1:12
16. Constrain Relations 1:18
17. Resuscitate 1:28
18. Inaction 0:49
Band Website: www.myspace.com/phobiagrindcore
Medium: CD
Spieldauer: 19:27 Minuten
VÖ: 05.06.2012

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