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Ihsahn - Eremita

Review von Opa Steve vom 19.06.2012 (3738 mal gelesen)
Ihsahn - Eremita Ob IHSAHN bescheiden ist oder nicht, das entzieht sich jetzt leider meiner Kenntnis. Wenn er bescheiden ist und nun ganz gespannt darauf wartet, wie sein neues Album "Eremita" von der Fangemeinde aufgenommen würde, macht ihn das sympathisch. Denn Bescheidenheit ist bekanntlich eine Zier. Wenn er aber auch ganz lässig das Album von der Hand lässt und fest davon überzeugt ist, dass er ein Meisterwerk abgeliefert hat, dann macht es ihn zum Realisten. Dann fehlt die Zier, aber er darf in dem Bewusstsein leben, ein Genius zu besitzen.

Ohne jetzt weiter auf seine und EMPERORs Rolle in der Entwicklung des Progressive Black Metals einzugehen, ist ja den Hörern, die seine Solo-Karriere verfolgen, schon seit der ersten Scheibe klar, dass IHSAHN Grenzen überschreitet. Dass es eben nicht reicht, sich weiß anzupinseln und irgendwie zu seiner Musik grimmig zu gucken. Und diesen Weg schreitet er weiter. Wobei "Eremita" im Vergleich zur Vorgängerscheibe auffallend aggressiv ausgefallen ist! 'Arrival' ist gar nicht so weit von EMPEROR entfernt, dabei aber noch gut verträglich. 'The Paranoid' und 'Something Out There' brechen aber hin und wieder richtig aus und hätten auch ihren Platz auf der letzten EMPEROR-Scheibe finden können. Auch der Rest der Scheibe bewegt sich zwischen sperriger Raserei, Progressive Metal mit cleanen Vocals, und natürlich experimentellen Bestandteilen. Jazz und Loungesounds integriert er, ohne mit der Wimper zu zucken ('The Eagle And The Snake'). Von Horror-Soundtrack bis zum Filmepos werden unterschiedlichste Musikstile von dieser pechschwarzen Mischung angezogen wie das Licht von einem schwarzen Loch. Das ist keine Scheibe, die man leicht begreift; ein paar Durchläufe muss man sich schon gönnen. Aber er übertreibt es nie so, dass man abgeschreckt bleibt. Einzige Ausnahme: das Saxofon - ein mittlerweile von ihm ständig integriertes Instrument - übertreibt es mit schrägem Gedudel hier und da. Das 8-minütige 'The Grave' wird so leider kaum verdaubar. Das ist aber auch der einzige Punktabzug, den diese Scheibe verdient hat. Der Rest ist ein unberechenbarer Trip, der einen so schnell nicht loslässt.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Arrival
02. The Paranoid
03. Introspection
04. The Eagle And The Snake
05. Catharsis
06. Something Out There
07. Grief
08. The Grave
09. Departure
Band Website: www.ihsahn.com
Medium: CD
Spieldauer: 53:56 Minuten
VÖ: 18.06.2012

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