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Reaper - Fairies Return

Review von EpicEric vom 05.06.2012 (1779 mal gelesen)
Reaper - Fairies Return Um die Vorfreude der Freunde altbewährten Underground-Stahls auf das kommende Album noch weiter anzuheizen, haben die Kasseler Meisterschmiede REAPER sich ein Herz gefasst und die mittlerweile praktisch unmöglich zu ergatternden Demos, die dem Debutalbum "Beyond All Time" vorhergingen, neu abgemischt auf diesem Schmuckstück des Namens "Fairies Return" zusammengefasst. Das 13 Songs starke Energiebündel fasst Titel von "Reaper" (1985), dem Namensvetter von 1986 und "Metal or What??" (1988) sowie drei unveröffentlichte Titel 1991er Jahrgangs.

Worauf hat sich der geneigte Hörer denn nun einzustellen, wenn er zu den 98% der Metalfans zählt, die noch nie was von REAPER gehört haben? Erstmal ein paar aufgestellte Nackenhaare beim gewöhnungsbedürftigen Organ eines Thomas Bennecke, der zwar nur bis zu zweiten Album "The Years Within" mit an Bord war, aber mit diesem Re-Release natürlich wieder mit aus der Versenkung geholt wird. Verglichen mit dem aktuellen Fronter Daniel Zimmermann (der noch nie 'nen Trommelstock bei GAMMA RAY in der Hand hatte! - Verwechslungsgefahr vorgebeugt) ist die Stimme variabler und höher, allerdings auch weniger kraftvoll und auch nicht so treffsicher auf der großen, weiten Zielscheibe der Dur-Tonleiter. Entsprechend gehen die wuchtigen Songs im oberen Tempobereich wesentlich besser ins Ohr, wo der Stimme noch die richtige Ladung Aggression beiliegt.

Was der Mann am Mischpult aus 'ner handvoll 80er-Jahre Demos rausgeholt hat ist dabei wirklich gut hörbar, Rumpelfetischisten bleibt dabei aber noch eine satte Ecke Gepolter im Sound erhalten.

Die ersten vier Songs zeigen sich noch als eher unbeholfene Gehversuche im Heavy Rock, mit 'Invader' nimmt das Brecheisen aber richtig Fahrt auf und bei lupenreinem Oldschool Heavy Metal können REAPER erst zeigen, mit welcher Mucke sie am besten Bühnen und Boxen zum Beben bringen. Mit 'Crawling Nearer' ist ein Monster am Start, das auch in der Liga ausgereifterer REAPER-Songs noch weit oben in meiner persönlichen Hitliste landet. Das wurde zwar auf der 2009er Best Of "Wonders in The Dark" mit Zimmermann am Mikro neu vertont, da wurden aber bei besseren Vocals Kompromisse beim Sound gemacht. Auch beim Songwriting werden hier neue Grenzen ausgetestet und so ballert man sich knackig durch langsame und schnelle Passagen gleichermaßen. 'Thousand Years' rumpelt nicht minder ordentlich, zeigt aber auch melodische Nuancen im Refrain. Bei 'I Love You' geht man wieder in eine völlig andere Richtung zwischen Uralt-Punk und NWoBHM. Stimmlich scheint Bennecke da auch am besten aufgehoben. Abgeschlossen wird das Paket mit der achtminütigen Halbballade 'Far Away'.

Schönes Päckchen! Trotz der frühen Entstehungszeit der Songs sind diese teilweise abwechslungsreicher als das, was es heutzutage auf ein Langeisen der Marke REAPER schafft. Wer mit den Vocals hier nicht warm wird, sollte auf jeden Fall nochmal in das Material nach 1992 reinhören. Wem GRAVE DIGGER zu abgedroschen, ACCEPT zu wenig nach GRAVE DIGGER und MANOWAR zu wenig nach MANOWAR klingen, der sollte REAPER jetzt ganz oben auf seine Einkaufsliste schreiben!

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Killing Machine
02. Fairies Return
03. Emotional Rescue
04. Ruling The Earth
05. Invader
06. In The Middle Of The Night
07. Crawling Nearer
08. Fountain Of Youth
09. Thousand Years
10. Don't Take It Away
11. Breaking Out My Fear
12. I Love You
13. Far Away
Band Website: www.reaper.de
Medium: CD
Spieldauer: 59:00 Minuten
VÖ: 25.05.2012

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Anmerkung: Die ersten vier Tracks sind keine Demos sondern von der offiziellen EP "Fairies Return" aus dem Jahre '86.
(08.06.2012 von Gravedancer)

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