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Formloff - Spyhorelandet

Review von grid vom 25.03.2012 (1931 mal gelesen)
Formloff - Spyhorelandet Seltsame Bandnamen gibt's überall. Zum Beispiel das norwegische Duo Bernt Karsten Sannerud und Marius Sjøli, die sich FORMLOFF (Kastenweißbrot) nennen. Bezüglich des Vorgängeralbums "Adjø Silo" empfahl ein norwegischer Kritiker, sich FORMLOFF als eine Mischung aus SOLEFALD und GARTNERLOSJEN mit Jono El Grande als Dirigenten vorzustellen. Der Hinweis nützt nicht viel, wenn man von den Genannten noch nie gehört hat. Sind SOLEFALD eine Art Universalanwender aller Stile und GARTNERLOSJEN mit ihrem charismatischen Sänger Kristopher Schau, der in der Vergangenheit durch allerhand Possen aufgefallen ist, der Punk/Rock-Ecke zuzuordnen, agiert der Zappa-beeinflußte Jono El Grande bravurös im weiten Feld des experimentellen Rock/Jazz. Inwieweit man nun FORMLOFF mit all dem in Verbindung bringen kann, möge jeder selbst herausfinden und entscheiden. Tatsache ist, dass "Spyhorelandet", das zweite Vollalbum von FORMLOFF, es dem Hörer nicht leicht macht Zugang zu den neun Stücken zu finden.

Erinnern die ersten drei Lieder stark an die schwedischen SHINING, was Gesang und Atmosphäre betrifft, man höre hier 'Det dritet som renner ut i Ua', ohne dabei jedoch gänzlich die Variabilität der Niklas Kvarforthschen Stimme zu erreichen, sie übernehmen hier lediglich die düstere, verzweifelte Grundessenz. Doch bei diesem Eindruck bleibt's nicht, denn ab Song Nummer 4 mit den schönen Titel 'Faen!' wird es zunehmend experimenteller und vertrackter. Die Lieder werden schwerer fassbar, die scheinbar ohnehin schon nicht vorhandene Songstruktur verliert sich noch mehr. Es wird jazzig, progressiv, doomig und gelegentlich auch schwarzmetallisch. Alles ist möglich, alles geht. Melodiebögen werden angerissen, meistens nicht zu Ende entwickelt, immer wieder werden neue Ideenfetzen präsentiert und doch fasziniert diese Nichtvorhersehbarkeit irgendwann; macht neugierig auf das, was da noch kommt. Für diese auditive Herausforderung braucht es allerdings Zeit ... viel Zeit ... sehr viel Zeit. Und so ganz erschließt sich diese Musik dennoch nicht, sie öffnet sich, aber man kriegt sie nie ganz zu fassen. FORMLOFF bieten alles an und es liegt am Hörer herauszufinden, was er davon annehmen will, beziehungsweise kann.

"Spyhorelandet" ist somit eine etwas zwiespältige Sache, denn der zurückbleibende Eindruck ist der, es mit einem sehr talentierten Gespann zu tun haben, aber eben auch, dass uns FORMLOFF mit ihrem Zweitling nur am Korken haben riechen lassen.

Anspieltipps: 'Det dritet som renner ut i Ua', 'Spyhorelandet', 'Kon-Tiki Museet brenner'

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Det dritet som renner ut i Ua
02. Harde ord på kammerset
03. Spyhorelandet
04. Faen!
05. Mig og drit
06. Skævven
07. Kon-Tiki Museet brenner
08. Den gamle jorda
09. Drokkne i ei flo ta åske
Band Website: myspace.com/formloff
Medium: CD
Spieldauer: 53:54 Minuten
VÖ: 12.03.2012

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25.03.2012 Spyhorelandet(7.5/10) von grid

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