Diabolos Dust - Ruins Of Mankind

Review von Opa Steve vom 06.11.2011 (3264 mal gelesen)
Diabolos Dust - Ruins Of Mankind Die Bilanz für das Debütalbum "Ruins Of Mankind" der deutschen Thrasher DIABOLOS DUST fällt schwierig aus. Stilistisch bewegt sich das Quartett irgendwo zwischen VENDETTA und einer Light-Version von PARADOX, was die Spielfreude angeht. Der Mix aus Heavy/Power/Thrash der Jungs ist so teutonisch, dass man die Bratwurst förmlich riechen kann. Was ja kein Grund zur Kritik ist, denn Deutschland hat eine Menge hervorragender Kapellen dieses Genres hervorgebracht. Auf der Haben-Seite stehen bei DIABOLOS DUST auf jeden Fall spürbare Spielfreude und auch technisch ein makelloses Agieren. Viele gedoppelte Gesangsparts und auch der Einsatz von Chören bringt Dynamik in die Geschichte, und auch spielerisch ist die Band stets bemüht, viel Abwechslung in die Songs reinzubringen. Dafür gibt's noch ein Fleißkärtchen extra! Doch wenn in einem Arbeitszeugnis "stets bemüht" steht, wird man hellhörig. Und so kommen wir zur Soll-Seite der Bilanz. Die Titel klingen trotz allen Aufwands und technischer Präzision oftmals zu nichtssagend - d.h. sie erzeugen keine Lust, sie reißen nicht richtig mit. Trotz aller Verzierungen bleiben Songs wie 'Blood Red Sky' oder 'Ruins Of Mankind' sehr simple Heavy-Stampfer mit einem billigen Grundtonschema. Zwar steigert sich das Album bis zum Ende zunehmend, und das langsame 'Creatures' birgt erste echte Höhepunkte, und 'Defender' ist mit seinen leichten Ur-ANTHRAX-Vibes auch ziemlich gelungen. Aber da es zwischendurch auch wieder Totalabstürze wie 'In Vain' gibt, stellt sich die Hörfreude nicht durchgehend ein.

Mein Tipp an die Band: sich nicht nur über die fliegenden Finger auf dem Griffbrett freuen, wenn man sich die tollen Licks ausgedacht hat, sondern auch mal genau hinhören, ob man das Ergebnis selbst hören möchte, wenn man es nicht selbst gespielt hätte. Und im Gesang mehr Melodien einsetzen, das habt ihr nämlich drauf ('Never Surrender' mal als optimales Beispiel - das ist genau euer Ding)! Ach ja, und an den Texten müsste noch etwas gefeilt werden - die tunneln oft unter der Fremdschäm-Grenze.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Ruins of mankind
02. Fading to grey
03. Blood red sky
04. Judgement day
05. Creatures
06. Slave
07. Out of time
08. Defender
09. In vain
10. The mirror
11. Never surrender
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 53:02 Minuten
VÖ: 28.10.2011

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