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Disturbed - The Lost Children

Review von Elvis vom 06.11.2011 (2090 mal gelesen)
Disturbed - The Lost Children DISTURBED haben für eine relativ junge Metal-Band (ignorieren wir mal jegliche Streitigkeiten über die genaue Genrezugehörigkeit) arg viel Erfolg vorgelegt: Mehr als elf Millionen verkaufte Alben, und die vier letzten der fünf Studioalben von Null auf Platz 1 der US-Charts sprechen eine mehr als deutliche Sprache. Das war bislang sonst nur der DAVE MATTHEWS GROUP und METALLICA gelungen. Was nun aus der unbefristeten Pause werden wird, die die Band kürzlich ankündigte, wird spannend sein zu sehen. Alles, von einer Auszeit bis zum völligen Ende der Band, ist hier möglich. Bevor es dazu kommt, hat man sich jedoch entschlossen, eine Compilation auf den Markt loszulassen.

"The Lost Children" ist jedoch eben nicht das geworden, was man nach fünf Alben und vor einer Pause jetzt erwarten könnte, denn ein "Best Of" ist es vordergründig eben nicht. Stattdessen ist das Album eine Zusammenstellung von B-Seiten geworden. Abgesehen von 'Glass Shatters' sind darauf sämtliche B-Seiten versammelt, die sich im Laufe der letzten elf Jahre angehäuft haben, ebenso mit 'This Moment' ein Track vom "Transformers" Soundtrack, und zwei Cover-Versionen von FAITH NO MORE und JUDAS PRIEST. Eine gute Stunde Musik ist für DISTURBED-Verhältnisse ein gutes Stück Holz, und es fasziniert doch sehr, wie gut diese zusammengewürfelte Mixtur von sechzehn Einzeltracks im Falle der Amerikaner doch funktioniert. DISTURBED haben im Lauf ihrer Karriere einen sehr speziellen, eigenen Klang entwickelt - ein größeres Kompliment kann man einer Band kaum machen, als diesen ganz eigenen Widererkennungswert -, der sich auch durch "The Lost Children" wie ein roter Faden durchzieht. Es ist erstaunlich zu sehen, dass B-Seiten (die zu den Urzeiten der Vinyl-Single ja meist nur bloßes Lückenfüllmaterial waren) so stark sein können, dass sie auf diese Weise problemlos und gut eine ordentliche Albumlänge füllen können. Schwache Tracks haben sich nämlich im Grunde auf "The Lost Children" nicht verirrt, stattdessen gibt es durchgehend Qualität. Sicher, Struktur und eine wirklich planvolle Abfolge gibt es nicht - aber muss es das zwangsläufig? Die Favoriten werden dementsprechend für jeden anders ausfallen, und bei sechzehn Songs gibt es ja mehr als genug Auswahl. Letztlich geben die B-Seiten hier ein deutliches Zeugnis der Stärke von DISTURBED ab, weswegen es nicht zu viel des Guten ist, das Album als eine Art alternatives "Best Of" zu bezeichnen. Wer nicht alle der Songs sein eigen nennt, wird daher umso glücklicher über dieses nette Paket sein. Da kann man sogar verschmerzen, dass nicht auf noch ein oder zwei neue Songs als zusätzlicher Kaufanreiz den Weg auf "The Lost Children" gefunden haben.

DISTURBED-Fans müssen dementsprechend zugreifen, schließlich ist trotzdem noch 'Mine' ein unveröffentlichter Song der "Asylum"-Sessions. Wer sich bislang mit der Band noch nicht auskennt, bekommt mit dieser Compilation dennoch einen guten Einblick in die Musik, den er bei Bedarf mit den Studioalben leicht und problemlos komplettieren kann. Ein wirklich gelungenes Album, welches nur hoffen lässt, dass es nicht das letzte Lebenszeichen oder gar der Schwanengesang von DISTURBED war. Daumen hoch!

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Hell
02. A Welcome Burden
03. This Moment
04. Old Friend
05. Monster
06. Run
07. Leave It Alone
08. Two Worlds
09. God Of The Mind
10. Sickened
11. Mine
12. Parasite
13. Dehumanized
14. 3
15. Midlife Crisis (FAITH NO MORE Cover)
16. Living After Midnight (JUDAS PRIEST Cover)
Band Website: www.disturbed1.com
Medium: CD
Spieldauer: 1:00:50 Minuten
VÖ: 08.11.2011

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