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Black Tide - Post Mortem

Review von Stormrider vom 08.09.2011 (1809 mal gelesen)
Black Tide - Post Mortem Hard Rock also. So steht es zumindest im beiliegenden Promo-Flyer. Naja, da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich verschiedene Ohren Musik einsortieren. In meinen Ohren hat "Post Mortem", der zweite Output von BLACK TIDE, nämlich nicht allzu viel mit typischem Hard Rock zu tun. Vielmehr würde ich die Band in die Modern Metal Ecke stecken und die stilistische Nähe eher bei AVENGED SEVENFOLD oder BULLET FOR MY VALENTINE sehen. Dazu kommen klassische Metal-Einflüsse der Gitarrenfraktion, die an MAIDEN oder MEGADETH erinnern. Vielleicht lässt sich das ja dann in Summe als Modern Hard Rock vermarkten.

Aber schließen wir die Schubladen und lauschen "Post Mortem". Dem Album wurde mit 'Ashes' (passenderweise mit Gastvocals von Matt Tuck) und 'Bury Me' dann auch ein starker Auftakt spendiert und auch 'Honest Eyes' kann noch begeistern. Dann flacht das Album etwas ab und plätschert bis zu 'Lost In The Sound' so dahin, ohne dass man wirkliche Highlights geboten bekommt. Alles solide - aber eben in den letzten Jahren extrem oft gehört. Typische Geballer/Geschrei-Parts wechseln sich mit cleanen/melodischen Passagen und manchmal hibbeligen Gitarren ab, die in der modern-jugendlichen Zielgruppe bestimmt extrem gut aufgenommen werden. Dazu kommt, dass ich das Gefühl habe, dass man mit einem Auge immer auf die amerikanischen Rockcharts schielt, und damit eben auch oft auf Nummer sicher geht. Irgendwie schade, denn zwischendurch blitzen immer mal wieder kleine melodische Highlights und Soli auf. Diese zeigen, dass BLACK TIDE musikalisch versiert sind. Etwas mehr Risiko und weniger Standard hätte bestimmt nicht geschadet.

Die Band macht mit "Post Mortem" nichts wirklich falsch, aber kann mich auch nicht in Gänze begeistern. Wer auf orchestrale Balladen steht, der bekommt zum Abschluss der 43 Minuten dann allerdings noch ein Schmankerl angereicht. Das akustisch startende 'Into The Sky' findet seine Klimax nach knapp zwei Minuten, nämlich in dem Moment, in dem die Orchestrierung wie ein Sturm über den Hörer hereinbricht und so ein voluminöses Finale einläutet. Highlight!

Unter dem Strich stehen ein paar wirklich gute Songs, ein echtes Abschluss-Highlight, eine in den cleanen Passagen oft etwas zu weiche Stimme (die mir zu weinerlich daherkommt), ein Cover was mich stark an KORN' "Issues" erinnert und auch ein paar belanglose Nummern, die eben so vorbeiziehen ohne Spuren zu hinterlassen. Wer auf die angeführten Bands steht, der wird aber bestimmt auch seine Freude an BLACK TIDE haben und kann die Scheibe ruhig mal in den Schacht schieben.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Ashes
02. Bury Me
03. Let It Out
04. Honest Eyes
05. That Fire
06. Fight Till The Bitter End
07. Take It Easy
08. Lost In The Sound
09. Walking Dead Man
10. Into The Sky
Band Website: www.blacktidemusic.com
Medium: CD
Spieldauer: 43:14 Minuten
VÖ: 26.08.2011

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08.09.2011 Post Mortem(6.0/10) von Stormrider

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