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Sergeant Steel - Lovers & Maniacs

Review von Elvis vom 07.07.2011 (2410 mal gelesen)
Sergeant Steel - Lovers & Maniacs Österreich ist nun nicht gerade das Land, welches einem heutzutage oder überhaupt für sleazige Klänge in den Sinn käme. Sicher, wer schon einmal ein alpenrepublikanisches Anwaltsschreiben gelesen hat, wird mir zustimmen, dass jedenfalls schmierige Formulierungen dort erfunden worden sein könnten, aber das hat ja zum Glück nichts mit Musik zu tun. SERGEANT STEEL jedenfalls haben sich vorgenommen, Österreichs Hard Rocker Nr. 1 zu werden und nach einiger Vorbereitungszeit - Bandgründung war immerhin schon 2007 - jetzt zum Beleg "Lovers & Maniacs" als offiziellen Erstling am Start.

Den Sechser total auf irgendwas in Richtung Sleaze festzulegen, wäre jedoch fatal, denn dafür ist das Songmaterial einerseits zu variabel, und andererseits zu abwechslungsreich. Der Opener 'Hammer Of Love' knallt zwar gleich grade zu klischeehaft nach einem noch viel klischeehafteren Intro richtig sleazig aus den Boxen, aber schon 'Chasing Love' entfernt sich doch schon vom simplen Schema F und schlägt mehr in eine bluesige Kerbe, was auch bei 'Looking For An Angel' verbleibt. Hier werden leichte Erinnerungen an FASTER PUSSYCAT wach. Mit 'Still In Love' folgt eine Ballade, die sogar Balladen-Hassern gefallen dürfte. 'Taking The World By Storm' schlägt jedoch in eine deutlich rockigere Richtung, die ein bisschen an JUDAS PRIEST zwischen den 70er und 80ern erinnert. 'Seizin' The Crown (On The Way To The Top)' hat leichte Anklänge an ACCEPT. 'Love Hurtz' ist eine hübsche Halb-Ballade in wieder eher sleazigeren Gefilden. 'High On Life' spielt gelegentlich auch mal mit Keyboards herum und hat durchaus Single-Qualitäten. 'Miss U Tonite' ist eine ebenfalls sehr schöne akustische Ballade. Zum Abschluss gibt es dann noch mit 'Nuts Of Steel' einen astreinen Rocker serviert, der mit gängigen Klischees spielt. Insgesamt haben SERGEANT STEEL auf „Lovers & Maniacs" einen schönen erdigen Klang aufgefahren, für den sich Beau Hill (u.a. ALICE COOPER, RATT, BOB DYLAN, EUROPE) verantwortlich zeichnet. Neben den dreckigen Texten gibt es allein für die Songtitel 'Hammer Of Love' und 'Nuts Of Steel' einen halben bis ganzen Testosteron-Punkt extra.

SERGEAT STEEL können mit ihrem Debüt schon mal eine gute Messlatte für künftige Veröffentlichungen setzen. Kaum zu glauben, dass dieses Album aus Österreich kommt und umso erfreulicher, dass unsere Nachbarn ein solch locker klingendes Werk gebacken bekommen haben. Verkrampft und gekünstelt klingt hier nix, weswegen die Jungs aus den Alpen auch gerne eine gute Note mit nach Hause bekommen. Ein feines Album, für das SERGEANT STEEL viele Fans und mindestens genauso viele Groupies verdient haben - weiter so!


Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Hammer Of Love
02. Chasing Love
03. Looking For An Angel
04. Still In Love
05. Taking The World By Storm
06. Seizin’ The Crown
07. Love Hurtz
08. High On Life
09. Miss U Tonite
10. Nuts Of Steel
Band Website: www.sergeant-steel.com
Medium: CD
Spieldauer: 43:34 Minuten
VÖ: 03.06.2011

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