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Phenomena - Blind Faith

Review von Stradivari vom 09.10.2010 (3389 mal gelesen)
Phenomena - Blind Faith Als Produzent Tom Galley 1985 das erste PHENOMENA-Album veröffentlichte, war es schlichtweg eine Sensation. Rock-Opern, Solo-Projekte, All-Star-Bands oder sonstige Nebenbeschäftigungen rechts und links der eigenen Combo gab es zu dieser Zeit nicht. Dem entsprechend wurde die Scheibe von Medien und Fans abgefeiert bis zum geht nicht mehr und dies völlig zu recht, denn die phantastischen Songs wurden von Glenn Hughes, Cozy Powell, Don Airey und vielen anderen begnadeten Musikern dieser Epoche eingespielt. Auch wenn es letztlich eher nach ALAN PARSONS PROJECT meets Strom-Gitarre als nach Heavy Metal klang - es war legendär, kultig und einmalig. Dachte man...

...leider zu unrecht. Denn auf Grund des großen Erfolges wurde bereits 1987 "Phenomena II: Dream Runner" auf den Markt gebracht. Das Album wurde kommerziell noch ergiebiger, zerstörte allerdings auch die Einzigartigkeit dieses Projektes. Es folgten noch zwei weitere PHENOMENA-Werke, welche der Genialität des Erstlings allerdings nie ansatzweise das Wasser reichen konnten. Nun also "Blind Faith - From Ton Galley The Creator Of Phenomena". Der sperrige Titel läßt vermuten, dass es sich mit den Namensrechten von PHENOMENA nicht ganz eindeutig verhält...

...sei's drum, entscheidend ist auf dem Platz. Der Opener ´The Sky Is Falling´ kommt unerwartet gut aus den Startlöchern. Druckvoller Hardrock á la HOUSE OF LORDS mit einem überzeugenden Mike DeMeo (Ex-RIOT, Ex-MASTERPLAN) am Mikro. Es folgt mit dem Titeltrack ein sehr spannend instrumentierter Stampfer in bester AVANTASIA-Manier. Ganz stark! Das 'Fighting' nach PRIMAL FEAR light klingt überrascht wenig, da Ralf Scheepers sein Organ zur Verfügung gestellt hat und zusätzlich noch Mat Sinner den Bass malträtiert. Es bleibt überraschend heftig. Wer Tony Martin noch als Sänger der genialen BLACK SABBATH-Outputs "Headless Cross" und "Tyr" im Ohr hat, kann sich die athosphärische Dichte von 'Liar' in etwa vorstellen. Und dann der Stilbruch schlechthin. Es folgt 'I Was Gonna Tell You Tonight', gesungen von Robin Beck. Ja genau, die wo 'First Time' gesungen hat. Belangloser Pop-Rock, der den bisher sehr guten Eindruck des Albums schlagartig zunichtemacht. Was soll das?! Wiedergutmachung betreibt 'Angels Don't Cry' mit unglaublich guter Hookline. Ein echter Ohrwurm! Der Rocker 'If You Love her' wiederum ist ein klassischer Füller. Tut nicht weh, braucht man allerdings auch nicht wirklich. Natürlich darf auch die obligatorische Ballade nicht fehlen. 'House Of Love' ist ganz passabel, besticht aber hauptsächlich durch einen Rob Moratti (SAGA) in absoluter Höchstform. Eindeutiger Sieger im fröhlichen PHENOMENA-Wettsingen! "Blind Faith" endet wie es begonnen hat, mit niveauvollem Melodic Rock. 'Don´t Ever Give Your Heart Away' und 'One More Chance' schmecken gut, sind leicht verdaulich, sättigen aber nicht auf Dauer. LOVERBOY, SURVIVOR und Konsorten lassen grüßen. Schade eigentlich, dass es schon vorbei ist...

...denn ehrlich gesagt macht "Blind Faith" absolut Laune. Gute, abwechslungsreiche Songs, richtig tolle Sänger und ein klasse Sound. Natürlich merkt man die fehlende Homogenität einer gewachsenen Band und manchmal wirken die Titel etwas künstlich aneinander gereiht, aber darüber schaut man gerne hinweg. Ist halt kein Schwermetall, sondern Edelstahl, hochglanzpoliert.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. The Sky Is Falling 5:26
02. Blind Faith 3:23
03. Fighting 3:11
04. Liar 4:44
05. I Was Gonna Tell You Tonight 4:22
06. Angels Don´t Cry 4:15
07. If You Love Her 4:38
08. House Of Love 5:49
09. Don´t Ever Give Your Heart Away 4:02
10. One More Chance 4:00
Band Website: www.projectphenomena.com
Medium: CD
Spieldauer: 43:50 Minuten
VÖ: 24.09.2010

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