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Triosphere - The Road Less Travelled

Review von Opa Steve vom 03.06.2010 (3319 mal gelesen)
Triosphere - The Road Less Travelled Wenn man TRIOSPHERE noch nicht kennt (und das geht - noch - wohl vielen Lesern so), wird man sich beim Anhören deren CDs automatisch fragen, wie lange die Kapelle schon im Geschäft ist - und wie zum Teufel man bisher an ihnen vorbeikam? Des Rätsels Lösung ist einfach: TRIOSPHERE existieren gerade mal seit 2004 und haben mit "The Road Less Travelled" just ihren zweiten Longplayer auf den Markt geworfen. Und wie schon beim Debütalbum verweist die neue Scheibe mal wieder ganz locker ganze Genre-Vertreter des Power-Metals in die zweite Liga. TRIOSPHERE haben alles, was man sich von einer geilen Metal-Band wünscht: fähige Musiker, tatsächlich irre viel Power, eine tolle Bühnenpräsenz, und grandiose Melodien. Und mit Ida Haukland eine kleine Frontfrau, der aber eine der größten weiblichen Stimmen im Metal geschenkt wurde.

Was soll da noch schiefgehen? Gar nichts. Auch "The Road Less Travelled" hat neben Intro/Outro 9 Volltreffer-Songs - entschuldigung, "Hymnen" träfe es besser. Schon der erste Titel 'Driven' zaubert einem eine Gänsehaut auf die Arme, wenn einer der größten Metal-Refrains ever angestimmt wird. Mit verschlossenen Augen wähnt man sich schon im nächsten verschwitzten Club in der bangenden Meute und kann es gar nicht erwarten, dass die Norweger wieder die eigene Region bereisen und dem Publikum die Scheiße aus dem Leib spielen. Noch mehr als auf dem Vorgängeralbum arbeiten TRIOSPHERE mit Chören, was sich zwar live nicht genauso reproduzieren lässt, aber die Studioscheibe zu einer sehr runden Sache macht. Angenehm ist auch wieder der ganz dezente Hang zum Proggen, denn die Gitarrenfront ist durchaus superb, und damit kann man schon mal hier und da ein bisschen zaubern, was den Power-Metal von TRIOSPHERE noch weiter aufwertet, ohne ihn zu egomanisch zu zerdudeln.

Insgesamt ist das Album etwas langsamer geraten als der Vorgänger. Dies ist aber absolut kein Problem, solange die Songs selbst so mächtig sind, dass sich Zauber und Energie auch ohne Dauerrotation der Doublebass einstellen. Man kann TRIOSPHERE - gerade in den Songhöhepunkten - auch gut mit den früheren W.A.S.P.-Hymnen vergleichen, mit denen sie auch schon die Bühne teilen durften. Auch Blacky mit seinen Mannen gelingt dieser widersprüchliche Spagat von Midtempo und alles wegfegender Songkraft immer wieder. Als Anspieltipp neben 'Driver' sollte man sich gerade diesbezüglich noch '21' auf den Notizblock vermerken, um den alten W.A.S.P.-Spirit dieser jungen norwegischen Band am eigenen Leib zu erfahren.

Die Scheibe könnte die "perfekte Scheibe" sein, aber einen Punkt muss ich dennoch ehrlicherweise abziehen, weil TRIOSPHERE hier und da das Pathos ein wenig in Richtung Schmalz ausreizen. Aber als Gesamtpaket ist dieses Werk wieder einmal eine gelungene Spitzenleistung, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Band auch vom Bekanntheitsgrad in die Oberliga gearbeitet hat. Der erste Schritt dafür besteht darin, dass auch du, werter Leser, dir "The Road Less Travelled" zu Gemüte führst.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Ignition (Intro)
02. Driven
03. Human Condition
04. Death Of Jane Doe
05. Marionette
06. The Road Less Travelled
07. The Anger And The Silent Remorse
08. Watcher
09. Twenty One
10. Worlds Apart
11. The Last Haven (Outro)
Band Website: www.thetriosphere.com
Medium: CD
Spieldauer: 51:19 Minuten
VÖ: 08.05.2010

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