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Falconer - The Sceptre Of Deception

Review von Odin vom 04.10.2003 (4750 mal gelesen)
Falconer - The Sceptre Of Deception Ein absolutes Wechselbad der Gefühle aus Erwartung, Vorahnung, Enttäuschung und Freude hat mir diese Scheibe beschert.

FALCONER an sich starten mit einem gewissen Bonus bei mir. Debüt und Zweitling waren einfach geile Alben, nun hat Mathias Blad leider das Mikrofon abgegeben an einen mir unbekannten jungen Sänger. Das alleine war Grund genug, auf das Heftigste um das neue Album zu fürchten. Der erste Eindruck dann - so viel anders klingt der ja gar nicht. Ganz gut. Die Songs aber sind schon anders als auf den Vorgängern, scheint auch mit der stimmlichen Interpretation zu tun haben, denn die Melodieführungen und Strukturen sind schon noch bekannt.

Im ersten Durchgang, bei dem ich viele Songs nur die erste Minute lang anspielte, machte sich dann aber schon etwas Ernüchterung breit. Wo sind die schnellen Songs, die Power Attacken, die mich wie eine Herde wilder Pferde in den Boden stampfen? Hier hat sich doch einiges getan am Stil oder zumindest an der Ausführung. Aber dann kommt Track 5 - und tatsächlich, 'Hooves Over Northland' beschert mir wie schon manche Songs auf "Chapters..." eine ordentliche Gänstehaut beim zweiten Durchgang. Das rockt! Insgesamt scheinen die Rock'n'Roll Anteile stark gestiegen zu sein, die Songs haben mehr Groove, mehr Breaks, sind vielschichtiger und abwechslungsreicher. Und hier muss oder vielmehr darf ich auch dem neuen Sänger ein ordentliches Lob aussprechen, denn er hat einen guten Anteil an dieser Abwechslung mit seiner variablen und kraftvollen Stimme. Das Volumen der perfekt ausgebildeten Stimme von Mathias kann er natürlich nicht erreichen, aber mit seiner rauheren Charakteristik und der Unterstützung einiger Gast-Sänger und Sängerinnen kann er durchaus begeistern. Auch Mathias ist mit von der Partie, singt das schließende 'Child of Innocence' und eine der Rollen in der Geschichte.

Ja, es gibt nämlich auch eine Geschichte, ein Konzept. Diese Tatsache gibt nochmal Pluspunkte, denn die Umsetzung ist stark gelungen, wie ich finde. Die Story ist nicht zu platt (es handelt sich um eine wahre Begebenheit aus der Historie Schwedens), hat aber trotzdem mehr "Blood and Swords"-Elemente in den Lyrics als die Vorgänger. Daher rühren vielleicht auch die ersten Vorwürfe, man sei zu sehr in den Power Metal Einheitsbrei abgerutscht, die bereits laut werden. Kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Die Folk-Elemente sind nach wie vor präsent, das Songwriting hat nochmals eine neue Stufe erklommen. Es werden tatsächlich Einflüsse von HAMMERFALL über ZONATA bis NIGHTWISH hörbar, aber andererseits erinnert mich zum Beispiel 'The Trail Of Flames' sehr stark an VIRGIN STEELE (vor allem die Stimme) und in "Night Of Infamy" zeigt Karsten Larsson, dass er immernoch Blastbeats treten und schlagen kann.
Den Mix empfand ich anfangs auch als etwas befremdlich, das Verhältnis der Instrumente zu den Vocals ist irgendwie anders als auf den Vorgängern. Es gibt aber auch einfach mehr Stimmen zu hören, und zwar gut zu hören, wie auch die einzelnen Instrumente.

Aufgrund meiner Voreingenommenheit ziehe ich einen Punkt von der Wertung ab, die ich gerne geben würde [dies habe ich beim Review von "Chapters..." vermutlich versäumt - Anm. d. Verf.], aber auch unter möglichst objektiver Betrachtung ist "The Sceptre Of Deception" ein großes Album, das nach etwas Eingewöhnung sicher über den Sängerwechsel hinwegtrösten kann.

Bleeding Songs: 'The Trail of Flames', 'Hooves Over Northland', 'Ravenhair'

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
1. The Coronation
2. The Trail Of Flames
3. Under The Sword
4. Night Of Infamy
5. Hooves Over Northland
6. Pledge For Freedom
7. Ravenhair
8. The Sceptre Of Deception
9. Hear Me Pray
10. Child Of Innocence
Band Website: www.falconermusic.com
Medium: CD
Spieldauer: 64:53 Minuten
VÖ: 06.10.2003

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