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Skindred - Shark Bites And Dog Fights

Review von Opa Steve vom 13.12.2009 (2434 mal gelesen)
Skindred - Shark Bites And Dog Fights Metal und Reggae, kann das gut gehen? Und wenn ja, wie soll man das Ergebnis nennen? Brachial-Reggae? Ich hab keine Ahnung, aber das Ergebnis finde ich außerordentlich frisch. SKINDRED gewöhnen den Hörer auf ihrer neuen Scheibe erst langsam an die Einflüsse und führen ihn gekonnt an den Mix heran. So klingt der Opener eigentlich nach einem gewöhnlichen Stück modernen Metals von Turnschuh-Trägern. Doch hier und da klingen ein paar Elemente durch, die ungewohnt sind. Ein paar Gesangslinien klingen schon außerordentlich nach tiefer Karibik, dazu ein paar markant-rhythmische Bassläufe... wer nicht totale musikalische Inzucht betreibt, hat es schnell gemerkt, woher der Wind weht. Aber hier gibt es keine spartanischen Offbeats einer Telecaster, sondern schön fette (wenn auch modern klingende) Brachialgitarrenwände. Das Ergebnis ist tanzbar, irgendwie flockig, und relaxt trotz allen Drucks. Die EDDIE GRANT Coverversion 'Electric Avenue' bekam ein paar Drumloops spendiert, aber ansonsten dürfte der Song die erste headbang-fähige Version sein. Bei späteren Songs hat man auch immer wieder das Gefühl, vor einer Coverversion zu stehen, aber es handelt sich dennoch immer um eigene SKINDRED-Titel. 'Corrupted' ist catchy und zielt wohl auf Airplay und Dancefloors, während es neben Reggae noch ein paar 80er Pop-Einflüsse einbaut. Aber verdammt, irgendeinem Charthit von damals kommt dieses Stück ziemlich nahe - mir fällt es nur nicht ein. Bei 'Who Are You?' verlässt man den Metal dann mal für ein paar entspannte Minuten, die ich mit Urlaub verbinde. Man hört im Geiste die Palmen und das Meer rauschen, liegt in der drückenden Schwüle am Strand, während nebenan in einer kleinen Barhütte starke Drinks gereicht werden. Aber keine Sorge, zum Schluss der leider recht kurzen Scheibe werden die Distortions wieder angeworfen. "Shark Bites And Dog Fights" ist eine gut unterhaltende Mischung aus völlig gegensätzlichen Stilen, die besser gelungen ist, als ich mir das erträumt hätte. Aber wenn auch Metaller im Sommer mal gern eine Mojito-Party feiern wollen, ist das exakt euer Soundtrack dazu!

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01 Stand For Something
02 You Can't Stop
03 Electric Avenue
04 Calling All Stations
05 Corrupted
06 Who Are You
07 Days Like These
08 Invincible
Band Website: www.skindred.net/
Medium: CD
Spieldauer: 31:00 Minuten
VÖ: 13.11.2009

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