Banner, 468 x 60, mit Claim


Hands Of Time - Hands Of Time

Review von InsaneBrain vom 18.10.2009 (4243 mal gelesen)
Hands Of Time - Hands Of Time Es gibt mal wieder was aus Italien auf die Ohren. Die Newcomer HANDS OF TIME haben ihr gleichnamiges Debütalbum veröffentlicht und möchten damit Hard'n'Roll der klassischen Art bieten.

Dies gelingt auch ganz gut, "Hands Of Time" ist eine Mischung auf Rock'n'Roll und Hard Rock, wie man es zum Beispiel von GUNS'N'ROSES oder BON JOVI kennt. Wirklich neu ist die Musik der Italiener damit natürlich nicht, wirklich viel Originalität würde ich aber auch nicht erwarten, wenn eine Band sich offiziell H.O.T abkürzt. Aber das selbst gesetzte Ziel erfüllen die Jungs ganz ordentlich, wenn es auch ein paar Kritikpunkte gibt. Hauptsächlich sind da der Gesang und die mangelnde Durchgängigkeit in der Musik zu nennen. Es gibt zwar auch sehr ordentliche Tracks auf dem Album, aber auch langatmige Schwachstellen, vor allem die häufigen Balladen geraten mitunter ein wenig eintönig, hier kann man es auch übertreiben.

Gegen die instrumentale Seite dagegen kann man eigentlich nichts sagen, Die Riffs sind ordentlich gespielt und machen Laune, auch die Solos können begeistern. Der letzte Track zum Beispiel, 'Anthem (In Red)', gefällt mir in dieser Richtung gut, irgendwie erinnert er mich ein wenig an das Top Gun - Intro, was ein definitives Zeichen für gute Gitarrenarbeit ist. Auch die Rhythmen des sehr akustisch gehaltenen Albums können sich sehen lassen, auch sie saubere Produktion verdient ein Lob.

Anders verhält es sich mit dem Gesang; Fronter Leo Ariel hat keine durchgängig zum Sound passende Stimme. Sein Gesang klingt gelegentlich recht schräg, das gilt auch für den teilweise vorhandenen Chor. Auch Kraft und Energie will oft nicht wirklich rüberkommen, der Gesang hinkt hier den Instrumenten weit hinterher. An anderen Stellen allerdings beweist Ariel auch erhebliches Feingefühl und weist absolut keine Schwächen mehr auf. Auch muss ich sagen, dass man sich bei mehrmaligem Hören gut an seine Stimme gewöhnen kann, so dass diese Schwäche erheblich weniger ins Gewicht fällt.

Auch an der Gestaltung der Songs gibt es wie oben schon erwähnt etwas zu bemängeln: Es gibt zu wenig der gelungenen, ordentlich rockigen und zu viele balladenartige Stücke, hier hätte ich ein anderes Verhältnis besser gefunden. Durch die vielen Balladen leidet der Abwechslungsreichtum und die Eingängigkeit des Albums, von einem Album dessen Musikrichtung laut Band mit Hard anfängt erwarte ich da ein wenig mehr.

Trotzdem ist das Highlight und damit der Anspieltipp des Albums wohl eine Ballade, und zwar 'Very Far Away', hier passt wirklich alles. HANDS OF TIME präsentiert uns hier ein ordentliches Debütalbum, die noch vorhandenen Schwächen sind auf einem Erstling zu verzeihen, aber ich hoffe auf eine deutliche Verbesserung mit dem nächsten Album. Für die aktuelle Scheibe gibt es von mir wegen des guten Gesamteindrucks 7 von 10 Punkten.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
1. Stand By The Bomb
2. They Don’t Want You To Know
3. I Want More
4. Medicine Girl
5. Very Far Away
6. Miss Denial
7. Suicide Rock ‘n’ Roll
8. Cigarette Burns / No Time To Say Goodbye
9. The Priest
10. Anthem (In Red)
Band Website: www.myspace.com/handsoftimerock
Medium: CD
Spieldauer: 42:21 Minuten
VÖ: 29.06.2009

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten