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The Sorrow - Origin Of The Storm

Review von InsaneBrain vom 26.03.2009 (2084 mal gelesen)
The Sorrow - Origin Of The Storm Vor anderthalb Jahren brachten THE SORROW die europäische Metalwelt mit ihrem preisgekrönten Debut "Blessings From A Blackened Sky" zum Aufhorchen. Nun legen die vier Österreicher mit ihrem neuen Album "Origin Of The Storm" nach und wollen sich damit endgültig in der Szene etablieren.

Nach eigenen Angaben wollen sich THE SORROW mit der aktuellen Scheibe vom Klischee-Metalcore lösen und über den Tellerrand hinweg auch zu großen Teilen andere Stile in ihre Musik integrieren. Dies erreichen sie auf ihrer neuen Scheibe auch eingeschränkt, da sie das im Metalcore häufige Problem, dass alles recht ähnlich klingt, umgehen. Sie klingen vielmehr erfrischend eigenständig und schaffen es tatsächlich, auch recht viele Elemente aus kraftvollem Thrash und eingängigem Power Metal einzubauen. Eine vollständige Loslösung vom Metalcore schaffen sie aber nicht. Für das Genre beweisen THE SORROW jedoch viel Wandlungsfähigkeit wie auch Kreativität und die Einbindung der erwähnen Metalvarianten gelingt auch recht gut, so dass eine erfreulich eigenständige Mischung entsteht. Leichte Ähnlichkeiten bestehen zu frühen Werken von KILLSWITCH ENGAGE, von einer Kopie kann man aber keineswegs sprechen.

Das Riffing ist einer der Pluspunkte des Albums, hier hat man sich definitiv vom Power Metal inspirieren lassen, so dass man an vielen Stellen durchaus von einem melodischen und eingängigen Rhythmus sprechen kann. Aber auch Melodic Thrash scheint einen Weg in die Musik gefunden zu haben, anders kann man sich die ebenso vorkommenden harten und kraftvollen Passagen nicht erklären. Mitunter wäre allerdings etwas mehr Abwechslung wünschenswert gewesen, das oft sehr einheitliche Tempo und eine gewisse Vorhersehbarkeit lassen teilweise dem stilistischen Variantenreichtum zum Trotz Spuren von Langeweile aufkommen.

Beim Gesang wechselt sich das für den Metalcore übliche Gebrüll mit erfreulich klarem und gut gelungenem Gesang ab, ungewöhnlich und erfrischend für das Genre. Leider trifft man auch hier auf den kleinen Wermutstropfen der Vorhersehbarkeit, der oben erwähnte Wechsel hätte vielleicht etwas kreativer gestaltet sein können. Auch in den Texten schafft THE SORROW es, sich von üblichen Klischees zu entfernen. Es geht um alltägliche, zwischenmenschliche Problematiken, die gut umgesetzt wurden, in den Refrains durchaus ins Gehör gehen und auch als latente Ohrwürmer im Kopf verbleiben.

"Origin Of The Storm" zeugt auf jeden Fall vom Können der Band und lässt vermuten, dass THE SORROW keine der vielen kurzlebigen Bands sein werden, die schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Dafür machen sie zu eigenständige und gelungene Musik, mit der sie sich von der Masse abheben. Das aktuelle Album ist noch von Vorhersehbarkeit und von Schwachpunkten in der Konzeption durchzogen, es ist also noch viel Raum für Verbesserungen vorhanden. Die Österreicher sind aber auf jeden Fall auf dem Weg nach oben. Für die neue Scheibe vergebe ich 7,5 von 10 Punkten.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Apnoia
02. Where is the sun?
03. My immortal guardian
04. Scars
05. Eyes of darkness
06. Raising the devil
07. Anchor in the storm
08. From this day on
09. Heaven is no place for us
10. Tempestuous
Band Website: www.myspace.com/thesorrowmetal
Medium: CD
Spieldauer: 53:59 Minuten
VÖ: 27.02.2009

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26.03.2009 Origin Of The Storm(7.0/10) von InsaneBrain

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