The Eternal - Obscured Horizons

Review von Metal Guru vom 25.09.2026 (569 mal gelesen)
The Eternal - Obscured Horizons THE ETERNAL sind laut Beipackzettel ein (Zitat No. 1) "Australian/Finnish dark progressive gothic metal collective". Auf der australischen Seite haben wir Mark Kelson (Gitarren, Stimmen) und Richie Poate (Gitarren) aus Melbourne, auf der finnischen Niclas Etelävuori (Bass, ex-AMORPHIS/FLAT EARTH) und Jan Rechberger (Schlagzeug, AMORPHIS) aus Helsinki. Aha, also keine Band im "traditionellen Sinne" (= selbe Stadt/selbes Land, selbe Sprache/selbe Kultur, selber Proberaum/selbe Vorlieben)? Na ja, länder- oder gar Kontinente übergreifende Kollaborationen sind nicht erst seit der amerikanisch-britisch-schwedischen Supergroup TRANSATLANTIC Gang und Gebe, nicht wahr? Alles (Zitat Udo L.) "überhaupt kein Problem", oder? Im Zeitalter MP3-reduzierter Datentransfers scheint alles/immer/sofort möglich zu sein. Also auch THE ETERNAL? Let's first hear, then see ...

"Obscured Horizon" nennt sich nach der 2024er Full Length "Skinwalker" und der 2026er EP "Celestial" das immerhin achte Volle-Länge-Werk des Kollektivs, besteht aus neun Stücken und rotiert 47 Minuten und eine Sekunde. Der B-Zettel behauptet (Zitat No. 2) "The new album refines THE ETERNAL's signature blend of doom-laden textures, progressive sophistication and haunting melodic resonance, while embracing a broader, more expansive sound that feels both intimate and monumental." Hm, das klingt intimer/monumentaler als es letztlich aus den Boxen schallt: Wir hören gefälligen Gesang (= no barks, no growls, no screams) und gefällige Gitarren (= kurze, seltene, wenige Soli), dazu eine gefällige Rhythmusgruppe (tja, die Finnen haben's halt drauf). Der Tieftöner kommt dabei von allen am undefiniertesten weg (= nichts Genaues hört Mensch nicht). Die Produktion tut ihr Übriges: "Obscured Horizons" klingt breit/tief, dick/fett, laut/voluminös - wie sich das für ein gutes Gothic-Metal-Kollektiv gehört. Allerdings wirkt der Gesang (trotz oder gerade wegen seiner Gefälligkeit?) auf mich irgendwie einschläfernd. A little bit more Abwechslung hätte den verdunkelten Horizont mölglicherweise a bisserl erhellt?

Also, THE ETERNALs Medium-Tempo-Mucke gefällt mir, haut mich aber nicht vom Hocker. Soll heißen: "Obscured Horizons" KANN Frau haben, MUSS Mann aber nicht. Außerdem hatte ich mir unter "Doom Metal" Langsameres/Quälenderes/Schwereres vorgestellt. Das ist hier bestenfalls stellenweise der Fall. Abschließend frage ich mich auch, was genau an "Obscured Horizons" progressiv oder "sophisticated" sein soll. Will sich mir selbst nach drei Hochdruckhörungen NICHT erschließen. Na ja, kommt vielleicht noch ...

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Lament For The Hollow (5:04)
02. Existing To Expire (4:10)
03. Colours Fade (4:58)
04. Harmony Breaks (5:05)
05. I've Seen The Dream (4:14)
06. Liminality (6:59)
07. Obscured Horizons (5:11)
08. Yesterday's Gone (5:13)
09. Awaken (6:07)
Band Website: www.the-eternal.com/
Medium: CD, LP
Spieldauer: 47:01 Minuten
VÖ: 18.09.2026

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