Polymoon - Mariposa Magic!

Review von Metal Guru vom 03.09.2026 (531 mal gelesen)
Polymoon - Mariposa Magic! POLYMOON kommen aus Finnland und sind derzeit Tuomas Heikura (Schlagzeug), Jesse Jaksola (Gitarre, Synthesizer), Otto Kontio (Gitarre), Kalle-Erik Kosonen (Stimme) und Marco Menestrina (Bass). Das quirlige Quintett fabriziert laut Beipackzettel eine Art (Zitat No. 1) "... psychedelischen Post-Gaze-Sound", der weiter unten näher erläutert wird. Mir sagte die Band bisher absolut überhaupt nichts, was angesichts hochqualitativer Musiküberflutung aus dem hohen Norden kein Wunder ist. Oder wie ein gewisser Steve Morse - damals allerdings in tiefpurpurnem Zusammenhang - sagte (Zitat No. 2) "... there must be something in the (Finnish) water ...".

"Mariposa Magic!" nennt sich nach POLYMOONs Debüt "Caterpillars Of Creation" deren zweites Volle-Länge-Werk, setzt sich aus sieben Stücken zusammen und rotiert exakt 45 Minuten und genau 38 Sekunden. Die Produktinfo schreibt (Zitat No. 3) "... auf "Mariposa Magic!" verschmelzen schimmernde Gitarren, hypnotische Klangtexturen und organisch fließende Rhythmen zu Kompositionen, die sich weniger wie einzelne Songs als vielmehr wie immersive Klangreisen anfühlen". DAS klingt vielversprechend! Oder (Zitat No. 4) "... die Musik entfaltet sich Schicht für Schicht: Melodien treten allmählich hervor, wachsen, verändern sich und lösen sich schließlich in weitläufigen, leuchtenden Klanglandschaften auf. So entsteht ein Gefühl von Bewegung und Schwerelosigkeit, das mit jedem weiteren Hördurchgang an Tiefe gewinnt". DAS stimmt ganz bestimmt! Aber nur, weil etwas ganz bestimmt stimmt, muss es nicht jedem immer oder jeder überall gefallen! Soll heißen: Mir persönlich sind der viele Gesang (= ja, tatsächlich: kein Bellen, kein Grunzen, kein Schreien), die vielen Gitarren(effekte), die vielen Keyboard(flächen), die vielen Melodien schlicht ZU viel! Apropos: POLYMOON praktizieren einen Gesangs-/Produktionsstil, der bisweilen anstrengt: fast durchgängig gedoppelt, harmonisiert, oktaviert und unisoniert von Saiten oder/und Tasten. DAS klingt breit/fett/schon schön, aber soll Mensch nicht aufhören, wenn's "am schönsten" ist? Die Rhythmusgruppe tut ihr Übriges: Mathematisch präzise und produktionstechnisch perfekt exekutieren Bass und Schlagzeug ihre jeweiligen Aufgaben mit Gefühl, Kraft und Leidenschaft. Überhaupt geht es POLYMOON auf "Mariposa Magic!" ganz offensichtlich NICHT um die Zurschaustellung einzelner Instrumental- oder Sangesleistungen, sondern vielmehr um die Erzeugung bestimmter Stimmungen. Apropos Stimmung:

Ich (= Kind der 70er) halte 'ne Dreiviertelstunde für 'ne adäquate Albumlänge. Ab und an darf's auch mal "a bisserl länger/mehr/öfter" sein, manchmal lieber kürzer/seltener/weniger. So wie in diesem Fall: So qualitativ hochwertig "Mariposa Magic!" auch geraten ist, fühle ich mich von diesem durchgehenden Wall-Of-Sound (= Dichte, Effekte, Kompression, Melodie-Overload) geradezu erschlagen. Meine Lauscher werden lahm, meine Muscheln müde, meine Ohren winseln um - eine Pause. Have a break, have a MONOMOON ...

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Ultra Bloom (7:30)
02. I End, You Begin (4:24)
03. Velvet Rain (6:34)
04. Lost In Sound, Found In Color (5:57)
05. Welcome To Another Dimension (7:52)
06. Glass House, Mortal Rooms (7:15)
07. Harvest Of Stars (6:06)
Band Website: www.facebook.com/polymooooon/
Medium: CD
Spieldauer: 45:38 Minuten
VÖ: 04.09.2026

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