Steve Hackett & Steve Rothery - The Roaring Waves | |
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| Review von Metal Guru vom 27.08.2026 (635 mal gelesen) | |
STEVE HACKETT wurde durch seine 70er-Jahre-Mitgliedschaft bei den gigantischen GENESIS zur gitarristischen Gallionsfigur des (gestern) Art- beziehungsweise (heute) Prog Rocks. Nach seinem eigeninitiativen Ausstieg gegen Ende jener fernen Dekade hat der gute Mann unfassbare 28 Solo-Veröffentlichungen rausgekloppt! Damit ist er der mit Abstand produktivste aller Ex-GENESISer - was bei einem gewissen Phil Collins beziehungsweise dessen auch nicht zu verachtendem Solo-Output schon was heißen will. Seit circa einem Vierteljahrhundert tourt er (Hackett) mit seinem "Genesis Revisited"-Projekt die Welt und hält so - als einziger Ex-GENESISer - (Zitat No. 1) "... the original flame alive". Ungleich unkreativer/unorigineller/unproduktiver kommt STEVE ROTHERY daher. Der griff und greift noch immer bei den GENESIS-"Soundalikes" MARILLION in die Saiten. Sorry, all ihr Rothery-Lovers, aber an diesem sicher kompetenten Klampfer kann ich nichts, aber auch absolut überhaupt gar nichts Eigenständiges/Großartiges/Nennenswertes finden. Oder anders: Hätte Hackett bei GENESIS nichts "vorgemacht", hätte Rothery bei MARILLION nichts "nachmachen" können. Ja, ich weiß, aber genau sooo sieht's aus! Warum der eine (Hackett) den anderen (Rothery) seit geraumer Zeit wiederholt zu - sein wir ehrlich - langatmigen/pseudorockigen/selbstbefriedigenden "guitar battles" auf die Bühne bittet, erschließt sich mir nicht. "The Roaring Waves" heißt die erste (und laut Beipackzettel wohl auch letzte) Kollaboration der beiden Gitarreros, bietet sieben komplett instrumentale Gemeinschaftskompositionen und rotiert traditionelle 45 Minuten und acht Sekunden. Hm, was soll Mensch sagen? Wer GENESIS-Genialität, HACKETT-Highlights oder von mir aus auch MARILLION-Mainstream erwartet, wird - je nach Anspruch/Erwartung/Geschmack - enttäuscht! Ja, sicher: Hackett-typische Akkorde und (Gitarren-)Sounds sind vorhanden - das allein ist schon schick. Aber von Rothery erkenne ich persönlich - überhaupt nichts. Den einen musikalischen Mitstreiter Riccardo Romano (= Keyboards, Mix, Produktion) rekrutierte Rothery direkt aus seiner eigenen Band, der andere (= namenloser Schlagzeuger) kam quasi aus dem Nichts. Beide erledigen ihre harmonisierenden beziehungsweise rhythmisierenden "Pflichten" akkurat und auf den Punkt - nicht weniger, aber auch nicht mehr. Track No. 4 und Titelstück ('The Roaring Waves') beginnt mit einem Hackett-typischen Nylon-Intro, während Track No. 5 ('K-129') stellenweise diese seltsame "Horror"-Stimmung erzeugt. Auch DAS ist schick, kann aber nicht über ansonsten kompositorisches Mittelmaß (gemessen an Hackett-Meisterwerken) hinwegtäuschen. Der Beipackzettel spricht von (Zitat No. 2) "... seven instrumental tracks that range from the dexterously ridiculous to the brilliantly sublime, though with one common theme: the profundity of the sea". DAS halte ich für übertrieben, klingt aber gut. Track No. 7 ('Pacific Coast Highway') fällt völlig aus dem akustischen Rahmen, da er durchweg in Dur gehalten wird, Hackett hauptsächlich Harmonika bläst UND - Mensch höre und staune - DOCH noch gesungen wird, allerdings erst gegen Ende und ohne jeglichen Text. Also, ganz im Gegensatz zum Titel "röhrt" hier kaum was. Stattdessen bewegt sich fast alles im harmonisch nachvollziehbaren (= durig-molligen) Universum, rhythmisch inner volksverträglichen (= viervierteligen) Welt. Ne, "Progression" hört(e) sich anders an. Aber laut Hackett und Rothery soll(te) die Platte ja auch gar nicht "proggen", sondern vielmehr der Soundtrack zu einem imaginären Film über Meer und Wellen, der gebeugte Hörer/die geneigte Hörerin auf eine akustische Reise genommen werden. DAS haben die beiden Steves ganz gut hingekriegt! Super zum Runterkommen, Meditieren oder Einpennen ... - ohne Wertung - | |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. The Storm (6:50) 02. Sandsend (4:45) 03. Red Dragon (4:18) 04. The Roaring Waves (7:11) 05. K-129 (7:53) 06. The Black Sea (6:41) 07. Pacific Coast Highway (7:30) | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 45:08 Minuten VÖ: 28.08.2026 |
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STEVE HACKETT wurde durch seine 70er-Jahre-Mitgliedschaft bei den gigantischen GENESIS zur gitarristischen Gallionsfigur des (gestern) Art- beziehungsweise (heute) Prog Rocks. Nach seinem eigeninitiativen Ausstieg gegen Ende jener fernen Dekade hat der gute Mann unfassbare 28 Solo-Veröffentlichungen rausgekloppt! Damit ist er der mit Abstand produktivste aller Ex-GENESISer - was bei einem gewissen Phil Collins beziehungsweise dessen auch nicht zu verachtendem Solo-Output schon was heißen will. Seit circa einem Vierteljahrhundert tourt er (Hackett) mit seinem "Genesis Revisited"-Projekt die Welt und hält so - als einziger Ex-GENESISer - (Zitat No. 1) "... the original flame alive". Ungleich unkreativer/unorigineller/unproduktiver kommt STEVE ROTHERY daher. Der griff und greift noch immer bei den GENESIS-"Soundalikes" MARILLION in die Saiten. Sorry, all ihr Rothery-Lovers, aber an diesem sicher kompetenten Klampfer kann ich nichts, aber auch absolut überhaupt gar nichts Eigenständiges/Großartiges/Nennenswertes finden. Oder anders: Hätte Hackett bei GENESIS nichts "vorgemacht", hätte Rothery bei MARILLION nichts "nachmachen" können. Ja, ich weiß, aber genau sooo sieht's aus! Warum der eine (Hackett) den anderen (Rothery) seit geraumer Zeit wiederholt zu - sein wir ehrlich - langatmigen/pseudorockigen/selbstbefriedigenden "guitar battles" auf die Bühne bittet, erschließt sich mir nicht. 